USEDOM.de - Service

2022-07-22 21:11:54 By : Ms. JHC KIMAFUN

Als Intensivmediziner und Anästhesist begegnet Matthias Gründling im Berufsalltag dem Ernst des Lebens. Gegenpol und Ausgleich ist die Fotografie. Mit seiner Kamera widmet er sich den schönen Dingen des Lebens: der Natur und seinen Mitmenschen. In seiner Galerie Usedomfotos zeigt Matthias Gründling seine Fotos und bietet Kollegen eine Plattform.

Sie sind in Zinnowitz aufgewachsen und der Insel bis heute treu geblieben. Was mögen Sie an der Insel Usedom, wo finden Sie Ihre Motive?

Die einzigartige Natur, das Hinterland. Früh morgens und abends gefällt es mir auch am Strand. Dabei sind mir der Sonnenaufgang und -untergang gar nicht so wichtig, aber dann ist eben das beste Licht. Im Winter ist die Ostsee fast schöner, besonders bei Nebel. Ich bin gerade dabei zu überlegen, wo wir dieses Jahr Urlaub machen wollen. Bei der Recherche ist mir aufgefallen, dass in Italien die Küste fast überall zubetoniert ist. Dabei ist mir klar geworden, was wir hier für einen Schatz haben. So viel naturbelassener Strand – wo gibt es das?

Schon als Kind haben Sie das Fotografieren für sich entdeckt. Was fasziniert Sie an diesem Hobby?

Meine erste Kamera war eine Pouva Start, zu DDR-Zeiten eine einfache und sehr beliebte Kamera. Die hat mir mein Vater in die Hand gedrückt, als er sich eine neue Spiegelreflex Kamera gekauft hatte. Zunächst habe ich einfach alles fotografiert, was wir gemacht haben. Nach Schulausflügen haben sich alle für die Bilder interessiert und wollten Abzüge haben. Damals habe ich vor allem Dias gemacht. Das Entwickeln in der eigenen Dunkelkammer war nicht so mein Fall. Dafür hätten wir in unserer Wohnung sowieso keinen Platz gehabt. Für manche Fotografen ist das Entwickeln das Wichtigste, für mich war das nie entscheidend. An der Fotografie fasziniert mich, dass ich meine persönliche Sicht auf die Dinge ausdrücken kann. Es war mir früher gar nicht so bewusst, dass ich das schon allein durch die Motivauswahl tue. Heute lenke ich mit meinen Fotos den Blick gezielt auf Themen, die mir wichtig sind. Auftragsfotografie wie Hochzeits- oder Hotelfotografie interessiert mich weniger. Da sehe ich für mich nicht so viel Spielraum für Kreativität.

Vor einigen Jahren haben Sie den Usedomer Fischern mit der Kamera bei der Arbeit über die Schulter geschaut. Dabei ist eine eindrucksvolle Fotoserie über diesen in seiner Existenz bedrohten Usedomer Berufsstand entstanden. Welche anderen Themen liegen Ihnen beim Fotografieren am Herzen?

Die Fischer haben mich fasziniert. Man sieht ihnen die schwere Arbeit an, trotzdem strahlen sie Witz, Humor und Freude aus. Außerdem sind sie das verbindende Element zu dem, was ich sowieso liebe – die Natur. Aus heutiger Sicht sind die Fotos von den Usedomer Fischern ein Zeitdokument. Das war mir vor zehn Jahren nicht bewusst. Wenn ich daran denke, wie beladen die Fischkutter damals nach dem Fischfang waren – randvoll mit Hering. Auf der Rückfahrt waren die Fischerboote oft so schwer, dass sie es kaum über die Sandbänke geschafft haben. Beim Fotografieren interessieren mich die Menschen. Ich fotografiere gerne Menschen, vor allem wenn sie in ihre Tätigkeit versunken sind. Gestellte Portraits mag ich weniger. Zum Beispiel durfte ich einmal beim Usedomer Musikfestival den Meisterkurs des Cellisten David Geringas fotografieren. David Geringas war anfangs sehr skeptisch und befürchtete, dass ich die Intimität und die Konzentration stören könnte. Dann hat er sich doch darauf eingelassen, und so sind von ihm und seinen Meisterschülerinnen sehr schöne Fotos entstanden. Von Anfang an habe ich die Peenemünder Konzerte fotografiert. Viele Jahre habe ich mich bei allen Events auf der Insel akkreditieren lassen: Baltic Fashion Award, Pferdetheater in Bannemin, Baltic Lights oder auch eine Miss-Wahl, die im Kaiserbädersaal stattfand. Dadurch habe ich Erfahrungen gesammelt. Ich musste erst lernen, mich nach vorne zu drängeln und gegen die Profifotografen zu behaupten.

Als Intensivmediziner am Universitätsklinikum Greifswald haben Sie einen ausgefüllten und fordernden Berufsalltag. Trotzdem führen Sie nebenbei in Zinnowitz die Fotogalerie Usedomfotos, in der Sie nicht nur eigene Bilder ausstellen, sondern auch wechselnde Ausstellungen zeigen.

Das ist Ausgleich für mich. In der Intensivmedizin geht es um Leben und Tod, auch bei der Forschung ist mein voller Einsatz gefordert. Der Wechsel schafft Kreativität, und die Beschäftigung mit Fotografie macht den Blick wieder frei. In meiner beruflichen Laufbahn als Arzt habe ich mir auch immer Abwechslung verschafft. Eine Weile bin ich zum Beispiel Rettung geflogen. Das ist etwas ganz anderes als Patienten unter Umständen über lange Zeit auf Station zu betreuen. Natürlich habe ich für die Galerie nicht so viel Zeit, als wenn ich das hauptberuflich machen würde. Das bedeutet aber auch, dass ich entspannter an die Sache rangehe. Mein Motto ist: einfach loslegen, einfach machen.

Wer kann in der Galerie Usedomfotos ausstellen? Wie finden Sie die Themen und Fotografen für die nächsten Ausstellungen?

Ich stelle die Fotografen aus, die ich will (lacht). Als ich die Galerie vor neun Jahren eröffnet habe, war es mir ein Anliegen, erst einmal die Inselfotografen vorzustellen. Ich wollte sie zusammenbringen und den Austausch untereinander fördern. Für zukünftige Ausstellungen habe ich viele Ideen. Der Schwerpunkt liegt auf Natur. Ich könnte mir vorstellen, etwas zum übergreifenden Thema Meer und Wasser zu machen. Eine Ausstellung, die angesichts der Kraft der Natur zeigt, wie klein der Mensch ist. Natürlich versuche ich auch Fotografen auszustellen, die über die Insel hinaus bekannt sind, wie zum Beispiel die Naturfotografen Sandra Bartocha oder Theo Bosboom. Manchmal kommt mir der Zufall zu Hilfe und ich lerne einen berühmten Fotografen wie Guenter Knop kennen. Die Ausstellung "The New Yorker" - Aktfotografie von Guenter Knop war ein großer Erfolg. Manchmal schreibe ich auch Fotografen an, die ich gut finde. Ein Fotograf in Australien, der tolle Unterwasserfotos macht, interessiert mich. Auch hier werde ich meinem Motto „einfach machen“ folgen. Wenn man es nicht probiert …

Sie haben den von der Usedom Tourismus GmbH und Filmemacher Deutschland durchgeführten Fotowettbewerb SUNSPOT Award Usedom als Jury-Mitglied begleitet. Was hat Sie an dem Projekt interessiert, wie haben Sie die teilnehmenden Fotografen erlebt?

Ich hatte die Videos gesehen, die beim Sunspot Award 2020 entstanden sind. Die fand ich beeindruckend. Jetzt war ich gespannt, ob das auch im Bereich Fotografie gelingen würde. In den Kategorien „Angekommen“, „Neugier“ und „Herzlichkeit“ sind in den hundert Stunden wirklich tolle Bilder entstanden. Von der Kategorie, in der die Teilnehmer eine Zukunftsvision für die Insel entwickeln sollten, habe ich mir allerdings mehr erwartet. Gerne hätte ich die Fotografen bei der Arbeit begleitet. Dafür fehlte mir allerdings die Zeit.

Seit Ende Mai sind die besten Fotos, die während des Fotowettbewerbs entstanden sind, in Ihrer Galerie Usedomfotos zu sehen. Nach welchen Kriterien haben Sie die Fotos ausgewählt?

In der Ausstellung zeigen wir die Preisträgerfotos und die Fotos, die mir persönlich am besten gefallen haben. Dabei ging es mir gar nicht so sehr um technische Perfektion. Ich habe mich für die Fotos entschieden, bei denen ich das Gefühl hatte: Ja, das ist Usedom.

Seit vielen Jahren engagieren Sie sich für das Thema Sepsis, um die Früherkennung und Behandlung dieser Erkrankung zu verbessern. Für die Produktion eines Aufklärungsfilms im Rahmen der Kampagne „DeutschlandErkenntSepsis“ haben Sie den Gewinner des Filmwettbewerbs SUNSPOT Award 2020 Romek Watzlawik engagiert. Warum ist Ihnen das Thema Sepsis so wichtig?

Als Intensivmediziner stößt man automatisch auf dieses Thema. Leider kommt Sepsis häufig vor, und leider sterben viele Patienten daran. Internationale Studien belegen, dass rechtzeitige Diagnose und schnelles Handeln viele Todesfälle verhindern können. So setzen wir an der Unimedizin Greifswald seit Jahren konsequent auf Schulung unseres Personals und konnten so die Sterblichkeitsrate unserer Patienten deutlich senken. Dieser Erfolg wurde deutschlandweit wahrgenommen, so dass wir als einziges Krankenhaus an der Kampagne „DeutschlandErkenntSepsis“ mitwirken. Zurzeit erstellen wir Material in Form von Texten, Fotos und Videos, die Krankenhäuser für Schulungszwecke nutzen sollen. Wenn es darum geht, Fotografen und Filmemacher zu briefen, kommt mir meine Beschäftigung mit Fotografie zu Gute.

Sie kennen Ihre Heimatinsel bestimmt wie Ihre Westentasche. Haben Sie einen Lieblingsort auf der Insel?

Zum Fotografieren schaue ich regelmäßig beim Steg am Achterwasser in Neeberg vorbei. Außerdem liebe ich den Gnitz sehr. Und im Winter bei Nebel ist der Schmollensee der Hammer.

Schloss Stolpe ist neben dem Wasserschloss Mellenthin und dem Schloss Pudagla einer der drei erhaltenen Herrensitze auf der Insel Usedom. Im idyllischen Ort Stolpe am Stettiner Haff fällt das imposante Schloss sofort ins Auge und lohnt eine Besichtigung.

Viele Jahrhunderte war das Schloss – wenn auch mit Unterbrechungen – Sitz der Stolper Linie der Grafen von Schwerin. Der Kernbau des Herrenhauses wurde im 16. Jahrhundert zunächst im Stil der Hochrenaissance errichtet und Ende des 17. Jahrhunderts im barocken Stil modernisiert. Ende des 19. Jahrhunderts ließen es Friedrich Graf von Schwerin und seine Frau Freda aufwändig im Stil des Historismus umbauen. Das Schloss bekam drei Türme, einen Arkadengang mit Rundbogenfenstern und ein repräsentatives Portal mit Familienwappen. Seitdem prägt das Schloss den Ort. Nach Enteignung der Familie von Schwerin im Jahr 1945 und unterschiedlicher Nutzung zu DDR-Zeiten, ist das heute denkmalgeschützte Schloss seit 1995 im Besitz der Gemeinde Stolpe. Seit 2001 wird es mit erheblichen Fördermitteln und großem Engagement der Gemeinde Stolpe, des Fördervereins Schloss Stolpe e.V. und privater Spender schrittweise saniert.

Anderthalb Jahre war das Schloss Stolpe wegen Sanierungsarbeiten geschlossen und konnte nicht besichtigt werden. Nun hat es seine Türen wieder für Besucher geöffnet und strahlt mit restaurierten Innenräumen in frischem Glanz. Während früherer Bauabschnitte wurde das Schloss zunächst vom Schwamm befreit, das Dach wurde neu gedeckt und die Türme wurden wiederaufgebaut. In dem jetzt abgeschlossenen, vorerst letzten Sanierungsabschnitt waren die Räumlichkeiten der gräflichen Familie an der Reihe.

Denkmalpflegerisches Ziel ist die Wiederherstellung der Innenräume, wie sie zur Zeit der Fertigstellung des letzten Umbaus um 1900 ausgesehen haben könnten. Entsprechend wurden die Räume im Stil der Jahrhundertwende umfassend restauriert und möbliert. Die vom Förderverein Schloss Stolpe angeschafften antiken Möbel wurden von einem Vereinsmitglied fachgerecht aufgearbeitet und fehlende Möbel wurden im Stil der Jahrhundertwende ersetzt. Türen aus echtem Eichenholz konnte sich der Pommersche Landadel schon zur vorigen Jahrhundertwende nicht leisten. Damals wie heute haben versierte Handwerker mit einer „Bierlasur“ die Maserung von Eichenholz imitiert.

In den gräflichen Zimmern wurden die provisorischen Gipskartondecken durch Putzdecken ersetzt und fehlende Paneele eingezogen. Im Roten und Grünen Salon, im ehemaligen Herrenzimmer und in der gräflichen Bibliothek zieren wie damals handgefertigte Tapeten bzw. handgemalte Schablonenmalereien wieder die Wände. In der Eingangshalle wurden der Kamin neu gemauert, eine Fußbodenheizung installiert und zwei Sitzbänke eingebaut. Auch hier ist das Holz der Türen und Paneele mit Bierlasur zu teurem Eichenholz „veredelt“ worden.

Das ursprüngliche Parkett wurde aufwändig aufgearbeitet und neu verlegt. Dabei wurde jede Leiste einzeln nummeriert, um sicherzustellen, dass jedes Stück nach der Sanierung wieder am selben Platz liegt. Im Saal haben die Restaurateure fehlenden Stuck an der Decke und im Pavillon erneuert. Eine neu eingezogene Schiebetür zwischen dem Gelben Salon und dem ehemaligen Speisesaal macht eine flexiblere Nutzung bei Veranstaltungen möglich. In den Sommermonaten finden im Schloss Stolpe kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen oder Konzerte statt. Auch wird das Schloss für Hochzeiten und Familienfeiern genutzt. Damit kehrt das gesellschaftliche Leben, das die einstigen Besitzer gepflegt haben, in das Schloss Stolpe zurück, Die weltläufige Freda Gräfin von Schwerin war sehr kunstinteressiert, sprach mehrere Sprachen und pflegte einen Kunstsalon in der vorpommerschen Provinz, wozu sie regelmäßig Künstler aus Berlin nach Stolpe einlud.

Der Geist der letzten Schlossherrin ist auch heute noch zu spüren. Eine Kopie ihres Portraits von Franz von Lenbach, einem der gefragtesten Portraitmaler der damaligen Zeit, hängt im Grünen Salon. Über fünfzig Jahre prägte sie mit ihrem couragierten Wesen, ihrem weltoffenen Lebensstil und ihrem sozialen Engagement das Leben im Ort. Mit dem Leben der Gräfin Freda von Schwerin und den besonderen Umständen ihrer Bestattung befasst sich dieser Beitrag.

Das Schloss kann in der Regel dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr besichtigt werden, wenn es nicht anderweitig reserviert ist. Es wird angeraten, vor einem Besuch die aktuellen Informationen auf www.schloss-stolpe.de einzusehen.

Zur Besichtigung der historischen Räume werden auch Gruppenführungen ab 10 Personen angeboten. Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Frauke Scheunemann ist bekannt als Autorin romantischer Familienromane, Kinder- und Jugendbücher. Die Geschichten rund um Dackel Herkules und Kater Winston belegten monatelang die Bestsellerlisten. Nun erscheint mit „Der Tote im Netz“ der erste Kriminalroman von Frauke Scheunemann. Tatort ist der Hafen des fiktiven Fischerdorfes Zeglin auf der Insel Usedom.

Mit „Der Tote im Netz“ haben Sie zum ersten Mal einen Krimi für Erwachsene geschrieben. Aber Sie sind mit dem Genre bereits vertraut, denn auch Kater Winston, der Titelheld Ihrer Jugendbuchreihe, löst Kriminalfälle. Wie unterscheidet sich die Herangehensweise, wenn Sie für Erwachsene schreiben?

Der größte Unterschied ist, dass das fantastische Element fehlt. In Krimis für Erwachsene gibt es zum Beispiel keine sprechenden Tiere, die den Protagonisten zur Seite stehen. Auch ist die Handlung viel komplexer angelegt. Die dramaturgische Erzählstruktur ist eine andere, wenn man die Geschichte auf 400 statt auf 200 Manuskriptseiten ausrollt. In Kinder- und Jugendbüchern spielt Freundschaft eine sehr große Rolle. Anders als bei Erwachsenen steht dabei der romantische Aspekt nicht so sehr im Vordergrund. Kater Winston verliebt sich zwar in die Nachbarskatze Odette, aber auf eine eher kindliche Art und Weise. In meinem Krimi wird es in der Beziehung zwischen dem Kommissar und der Journalistin durchaus auch mal knistern. Aber es gibt auch viele Parallelen. Die Logik ist in beiden Fällen wichtig. Eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte. Bei Kindern ist es noch wichtiger, dass sie sofort in den Bann gezogen werden, ein langsamerer Start ist meistens nichts für sie. Erwachsene lesen vielleicht ein angefangenes Buch zu Ende, auch wenn sie anfänglich nicht so begeistert sind. Kinder machen das nicht, wenn sie die Geschichte langweilig finden.

Was hat Sie an der Insel Usedom als Schauplatz für Ihren neuen Krimi gereizt?

Als Kind bin ich oft an der Ostsee gewesen, meine Mutter stammt von dort. Ich bin ein großer Usedomfan. Usedom ist einfach eine wunderschöne Insel. Ich finde den Kontrast zwischen dem schönen Setting und einem schlimmen Verbrechen dramaturgisch interessant. Außerdem mag ich den Menschenschlag hier oben im Nordosten. Die Vorpommer sind zurückhaltend, manchmal kauzig. In jedem Fall drängen sie sich nicht auf. Sie tragen ihr Herz nicht auf der Zunge, aber man sieht in ihren Gesichtern, dass sie sich ihren Teil denken. Das finde ich spannend.

Das Fischerdorf Zeglin ist der Ort des Verbrechens. Ist das ein fiktives Dorf oder hatten Sie einen konkreten Ort vor Augen?

Das Dorf ist fiktiv, aber natürlich hatte ich beim Schreiben einen realen Ort vor dem inneren Auge. Die Handlung von „Der Tote im Netz“ lasse ich im Inselnorden spielen. Ich stelle mir den Ort des Geschehens als Mischung aus dem urigen Hafen von Peenemünde und dem weiter nördlich gelegenen schicken Yachthafen vor. Das passt auch deshalb gut, weil der Fischereihafen Freest direkt gegenüber liegt. Zentrales Thema des Krimis ist der Dauerstreit zwischen den Fischern und dem Fischereiaufseher.

Sie legen großen Wert darauf, dass Ihre Geschichten logisch, in sich stimmig sind. Deshalb haben Sie sich die Locations im Vorfeld angeguckt. Wie haben Sie die Recherche vor Ort erlebt?

Es ist natürlich schön, wenn man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann. Ich bin im Juni 2021 unmittelbar nach dem langen Lockdown auf die Insel gekommen. Die Stimmung war einfach toll. Man hat regelrecht gespürt, wie sehr sich die Insulaner über die Gäste freuen. Ich habe eine unheimliche Gastfreundschaft erlebt. Bei der Recherche macht es Spaß, sich von neuen Details inspirieren zu lassen. Die Geschichte stand natürlich schon. Manchmal entdeckt man vor Ort noch etwas Neues, das viel besser passt als die ursprüngliche Idee. Recherche vor Ort ist durch nichts zu ersetzen. Die Hilfsbereitschaft der Insulaner war einmalig. Gleich mein erster Termin war das Polizeirevier in Heringsdorf. Der Revierleiter meinte, dass bei schweren Verbrechen die Kripo aus Anklam ermittelt. Spontan hat er mich an seine Kollegin in Anklam vermittelt, die mir tolle Tipps gegeben hat. Auch zur Situation der Fischer, zu den Auflagen und geringen Fangquoten haben mich die Hafenmeister und Fischer in der Stadt Usedom und im Fischerdorf Freest sachkundig informiert. Mir war es wichtig, die Sorgen und Nöte der Fischer realistisch zu schildern.

Worum geht es in dem Krimi? Mögen Sie uns schon ein bisschen von der Geschichte verraten?

Franzi arbeitet als Radioreporterin beim Bäderland-Radio in Heringsdorf. Der Ostsee-Lokalsender für Einheimische und Urlauber wird wegen der Frequenz von einem großen Berliner Radiosender aufgekauft. Deshalb sind Franzi und ihre Kollegen in großer Sorge um ihre Jobs. In der Hoffnung, dass die neuen Chefs sie übernehmen, überlegen sie sich eine neue Sendereihe. In dem neuen Kummerkasten-Format können Insulaner ihre Sorgen äußern und direkt Unterstützung bekommen. Erster Fall ist der Fischer Maik Peters aus Zeglin, der sich von der Fischereiaufsicht schikaniert fühlt. Wegen der sinkenden Fangquoten hat er sein Geschäft ohnehin schon auf Ausflugsfahrten mit Touristen verlagert. Jetzt befürchtet er, dass die 200 Jahre währende Familientradition durch Behördenwillkür ganz zunichte gemacht wird. Als Franzi für das Interview zum Hafen von Zeglin kommt, wird der Fischer tot aufgefunden – eingewickelt in sein eigenes Fischernetz.

Mit Journalistin Franziska Mai und Komissar Kay Lorenz prallen zwei sehr gegensätzliche Charaktere aufeinander …

Kommissar Kay Lorenz ist wenig begeistert, dass die Presse schon vor Ort ist, als er am Tatort eintrifft. Franz lässt sich aber nicht abwimmeln, schließlich ist die Presse hierzulande frei. So bleibt den beiden nichts anderes übrig, als sich zusammenzuraufen und den Fall gemeinsam zu lösen. Dabei könnten die beiden gar nicht unterschiedlicher sein. Das Miteinander ist alles andere als frei von Spannung. Kay Lorenz ist Insulaner, sieht aber wegen der Herkunft seines kubanischen Vaters, nicht sehr norddeutsch aus. Vielleicht gibt er sich deshalb betont spröde und zugeknöpft. Franzi wiederum ist eine rheinische Frohnatur, die durch ihre direkte und unkonventionelle Art die Leute aus der Reserve lockt. Dadurch erfährt sie einiges von den Insulanern. Das ärgert Kay Lorenz und macht ihn vielleicht auch manchmal etwas neidisch. Und Franzi denkt sich bestimmt öfters „Mensch, mach Dich doch endlich mal ein bisschen locker“.

Ist „Der Tote im Netz“ Auftakt für eine Serie? Werden Franziska Mai und Kay Lorenz weitere Kriminalfälle auf der Insel Usedom lösen?

Ich schreibe bereits an Band zwei. Er soll im März 2023 erscheinen. Wie es dann weitergeht, wird sich zeigen. Wir wollen erst mal gucken, wie die beiden ersten Krimis bei den Lesern ankommen.

Sie sind promovierte Juristin und haben viele Jahre als Journalistin und Pressesprecherin gearbeitet. Was hat Sie bewogen vom Journalismus zur Schriftstellerei zu wechseln?

Als Journalistin habe ich es immer bedauert, wenn eine Geschichte nicht so ausging, wie ich es mir gewünscht hätte. Natürlich habe immer wahrheitsgemäß berichtet. Aber ich habe gemerkt, dass mir eine schöne Geschichte lieber ist, als eine wahre. Ich tummele mich einfach gerne im Fiktiven. Beim Geschichtenerzählen kann ich mich richtig austoben und bin nicht den Grenzen der Wahrheit unterworfen. Das macht mir einfach mehr Spaß.

Sicher kommen Ihnen manche Aspekte des Jurastudiums für das Schreiben von Krimis zu Gute?

Sprache ist bei der Juristerei ein wichtiges Handwerkszeug. Schließlich möchte man als Jurist überzeugen, und das gelingt mit guten Argumenten und präziser Sprache. Jahrelang bin ich zweigleisig gefahren und habe sowohl als Juristin als auch als Journalistin gearbeitet. Jetzt habe ich mir das Beste aus beiden Welten herausgepickt.

Sie kennen Usedom mittlerweile sehr gut. Haben Sie einen Lieblingsort auf der Insel?

Ich liebe die Ahlbecker Seebrücke. Das war Liebe auf den ersten Blick. Zum ersten Mal habe ich sie in Loriots Film „Pappa ante Portas“ gesehen und mir sofort gedacht: traumhaft schön – da muss ich unbedingt hin! Wenn ich diese Seebrücke sehe, bin ich glücklich.

Das Jugendhaus „Peenebunker“ in Wolgast ist für Kinder und Jugendliche ein Treffpunkt zum Austausch und ein Ort, an dem junge Menschen ihre eigenen Stärken finden und ausbauen können. Das ganze Jahr über gibt es in der Einrichtung Aktionen, die die Jugendlichen zusammenbringen. Von Kochduellen über Fußball, Tischtennis, Graffiti bis hin zu Talentwettbewerben. Das stärkt den Teamgeist, den Selbstwert und erweitert den Horizont auf allen Ebenen. Die Usedomer Bäderbahn (UBB) unterstützt in diesem Jahr mit einer Spendenaktion die Arbeit der Kinder und Jugendlichen.

Schon seit Jahren stellt das Jugendhaus „Peenebunker“ in Wolgast mit Kindern und Jugendlichen umfangreiche Projekte auf die Beine. Das wohl größte ist der aktuelle Wiederaufbau des Konzertpavillons im Belvedere-Park in Wolgast. Jugendhaus-Mitarbeiter Andreas Keil animiert die Jugendlichen hier – wie auch bei allen anderen Projekten – als Team gemeinsam anzupacken und aus eigener Kraft heraus etwas Neues zu schaffen. Aus diesem Grund wird keine bestellte Firma die Arbeit des Wiederaufbaues übernehmen, sondern die Jugendlichen selbst. Ziel ist es, den Ort wieder zu einem Veranstaltungs-Treffpunkt für alle Altersgruppen zu machen – einst war der Park mit seinem Konzertpavillon schließlich das Ausflugsziel schlechthin in der Stadt am Peenestrom. Erst Anfang März gab es wieder einen Frühjahrsputz, bei dem der Park von Müll befreit wurde.

Auch mit dem allgegenwärtigen Thema „Nachhaltigkeit“ setzen sich die Jungen und Mädchen im Jugendhaus intensiv auseinander. In der hauseigenen Fahrrad-Werkstatt lernen sie nicht nur den Umgang mit Werkzeug, sondern auch, dass Entsorgung erst die letzte Option ist. Für die regelmäßig durchgeführten Fahrradtouren wird zuerst selbst geschraubt und gewerkelt. Auch die Skat-Rampen und der Bike- und Dirt-Park auf dem Hof sind eigens gebaut und das Material durch Spenden finanziert. Wer sich musikalisch austoben will, kommt im „Peenebunker“ auch nicht zu kurz. Unter Anleitung von Andreas Keil, der selbst in der Branche tätig ist, können die Jugendlichen sich an verschiedenen Instrumenten, wie Gitarre und Schlagzeug, erproben, ihr Gesangspotenzial entdecken oder eigene Musikaufnahmen machen.

Das Team der UBB ist von dem Engagement der Mitarbeiter und Jugendlichen des Jugendhauses in Wolgast beeindruckt. Schon seit mehreren Jahren unterstützt die UBB regelmäßig Projekte für Kinder. Nun soll im Rahmen einer UBB-Spendenaktion dieser Beitrag der Jugendszene in Wolgast zugutekommen. Dazu sollen Bauchtaschen im UBB-Design verkauft werden, deren Erlös an den „Peenebunker“ gespendet wird. Das Design dieser Taschen gestalten die Jugendlichen selbst. Mit dem Kauf können auch Sie sich beteiligen und die großartige Arbeit der Jugendlichen unterstützen. Derzeit werden die Ideen aufs Papier gebracht. Der Druckbeginn startet in der Woche vor Ostern. Danach sind die Bauchtaschen im UBB-Online-Shop und vor Ort in den UBB-Reisezentren erhältlich. Auf der UBB-Webseite sowie auf den Social Media-Kanälen Instagram und Facebook wird über den Verkaufsstart informiert.

Und hier informiert das Jugendhaus in Wolgast immer über die neuesten Projekte, reinschauen lohnt sich!

Bilder © Tilo Wallrodt & UBB

Das Strandhotel Ostseeblick im Seebad Heringsdorf wird, abgesehen von einer fast vierzigjährigen erzwungenen Unterbrechung zu DDR-Zeiten, von Familie Wehrmann geführt. Nach lehrreichen Jahren in Neuseeland, Rostock und Berlin ist Lisa Felicitas Wehrmann auf ihre geliebte Insel zurückgekehrt und als Juniorchefin in das elterliche Hotel eingestiegen.

Frau Wehrmann, Sie sind auf Usedom aufgewachsen. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Kindheit und Jugend und wie hat Sie die Insel geprägt?

Als ich 1993 mit meinen Eltern und unserer Katze von Siegen nach Usedom gezogen bin, war ich vier Jahre alt. Ich erinnere mich noch genau, dass mir die Villen mit den Schnörkeln und Verzierungen aufgefallen sind. Ich dachte, hier müssen Könige wohnen. Allerdings kam mir alles ziemlich düster und kaputt vor. Das war ein großer Kontrast, zu dem, was ich bis dahin kannte. In der ersten Zeit waren meine Kindergärtnerinnen wichtige Bezugspersonen für mich. Von ihnen habe ich mich sehr liebevoll aufgenommen gefühlt. Später war Usedom wie ein riesengroßer Spielplatz. Strand, Baden, die große Freiheit. Bis heute habe ich das Gefühl von Freiheit, wenn ich in die Weite gucke. Ich bin hier sehr gut aufgewachsen. Damals gab es auch für Jugendliche noch viel mehr Möglichkeiten sich zu treffen als heute. Unser Freundeskreis war eine coole Clique. Der Führerschein war eine große Sache. Als Teenager fand ich Usedom natürlich auch manchmal langweilig. Dann habe ich das Urbane vermisst, und die Stadt wurde zum Sehnsuchtsort. Aber Usedom ist die Basis, mein zu Hause.

Nach dem Abitur hat es Sie erst mal in die große weite Welt gezogen?

Nach dem Abitur konnte ich gar nicht schnell genug aus der Tür raus sein. Auf der Insel kennt jeder jeden. Ich wolle ganz weit weg, wo mich niemand kennt. Sieben Monate habe ich mit einer Freundin Work & Travel in Neuseeland gemacht. Eigentlich war das mehr Travel, denn wir haben uns alles angeguckt. Als ich zurückkam musste ich erstmal überlegen, was ich überhaupt machen will. Gar nicht so einfach, wenn man so viele Interessen hat. Zunächst habe ich dann Kommunikationsdesign und Fotografie in Berlin studiert. Nach einem Jahr habe ich nochmal umgesattelt, weil das doch nicht so mein Ding war. Das Studium Soziologie und Erziehungswissenschaften in Rostock war ein Volltreffer. Schon während des Studiums habe ich mich in Richtung Marketing & Kommunikation ausgerichtet und verschiedene Praktika in Berlin und bei der Agentur 13° in Neubrandenburg gemacht. Danach hatte ich mir in den Kopf gesetzt im KaDeWe zu arbeiten. Das war für mich schon immer etwas ganz Besonderes. Jedes Mal, wenn wir nach Berlin fuhren, sind wir ins KaDeWe gegangen. Das waren kostbare Momente. Die ganze Welt unter einem Dach, die Lebensmittelabteilung – ein Eldorado. Das hat mich fasziniert. Nach mehreren Initiativbewerbungen hat es schließlich geklappt. Eine tolle Zeit und eine super Berufserfahrung.

Inwieweit haben Ihre Ausbildungs- und Berufsjahre Sie auf die Aufgaben als Junior-Hoteldirektorin vorbereitet?

Ich habe zwar keine Hotelausbildung, aber ich bin in einem Hotel groß geworden. Ich habe also ein gutes Bild, wie so ein Hotel funktioniert. Meine Tätigkeit beim KaDeWe und später bei der Luxusuhrenmarke Lange & Söhne hat mich darauf vorbereitet, was von mir erwartet wird. Beides sind große Unternehmen, in denen großer Leistungsanspruch herrscht. Ich hatte Glück mit meinen Vorgesetzten, die mich zum eigenverantwortlichen Arbeiten animiert haben. Allerdings ist die eigene Gestaltungsfreiheit in solch großen Unternehmen letztlich begrenzt.

Wann kam Ihnen die Idee, im Hotel Ihrer Eltern einzusteigen? Oder war das schon immer Ihr Plan?

Vor 15 Jahren gab es keinen Gedanken daran. Das Hotel war einfach zu nah, es war ja gewissermaßen mein Elternhaus. Aber während der Semesterferien bin ich immer nach Usedom gekommen und hab im Hotel im Service gejobbt. Ein Schlüsselmoment war, als eine sehr gute Freundin auf einem Spaziergang zu mir sagte: „Wenn Du nicht mit Menschen arbeitest, ist das Verschwendung.“ Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 war ich zusammen mit meinem Freund eigentlich nur für einen kurzen Stopp auf Usedom, als die Insel komplett dicht gemacht wurde. Das war gespenstisch. Ich wusste nicht, wann ich hätte wiederkommen können, wenn ich zurück nach Berlin gefahren wäre. Also sind wir geblieben, insgesamt acht Wochen. Die Frage, wann es dauerhaft auf die Insel gehen würde, schwang dabei immer mit. Ich bin froh jemanden an meiner Seite zu haben, der mich in dieser wichtigen Entscheidung, nach Usedom zurückzukehren, unterstützt hat.

Hatte die dramatische Familiengeschichte – die Enteignung Ihres Urgroßvaters durch die „Aktion Rose“ – Einfluss auf die Motivation, das Hotel in der nächsten Generation weiterzuführen?

Unsere Familiengeschichte ist sehr präsent. Ich bedaure sehr, dass meine Großeltern nicht mehr leben. Sehr gerne würde ich sie jetzt befragen, wie sie die Zeit während der Enteignung meines Urgroßvaters erlebt haben. Mein Vater kann natürlich viel erzählen, aber er hat das Ganze selbst aus der Perspektive des Kindes erlebt. Wir werden nie aufhören, davon zu erzählen. Mein Urgroßvater war ein gebrochener Mann. Nachdem er denunziert worden war, hat er mehrere Jahre wegen eines angeblichen Wirtschaftsverbrechens im Gefängnis verbracht. Das schwingt immer mit. Für mich sind meine Großeltern immer da. Nach der Wende konnten sie das Hotel schließlich zurückkaufen. Später haben meine Eltern es übernommen und zu dem gemacht, was es heute ist. So eine lange Familientradition ist etwas Besonderes.

Es ist eine besondere Situation, sich bei den eigenen Eltern zu bewerben. War es leicht, sie zu überzeugen?

Bei diesem Vorstellungsgespräch war ich aufgeregter als bei allen anderen. Ich habe großen Respekt vor allem, was meine Eltern aufgebaut haben. Auf ihr Lebenswerk bin ich stolz. Wir haben das richtig ernsthaft aufgezogen. Ich habe eine Bewerbung geschrieben, in der ich beschrieben habe, wie ich mich in dem Unternehmen sehe und welche Fähigkeiten und Erfahrungen ich mitbringe. Auch im Gespräch musste ich beweisen, dass ich es ernst meine.

Sicher bringen Sie frischem Wind in das Hotel? Welche Ideen konnten Sie bereits umsetzen und was planen Sie für die Zukunft?

Unsere neueste Idee, der neue Wellnessbereich, haben wir im Lockdown umgesetzt. Es war klar, dass er modernisierungsbedürftig war. So haben wir die Gelegenheit beim Schopfe gepackt. Während des laufenden Betriebs wäre die Sanierung undenkbar gewesen. Das war ein richtiges Generationenprojekt. Wir alle haben unsere Ideen und Vorstellungen eingebracht. Der neue Spa-Bereich ist sehr schön geworden, finde ich. Ansonsten habe ich als Neuerung zum Beispiel eingeführt, dass wir einen gemeinsamen digitalen Kalender führen, auf den jeder Zugriff hat. Meine Mutter war anfangs skeptisch, aber inzwischen hat sie sich darauf eingelassen. Auch was die Mitarbeiterführung betrifft, kann ich meine Erfahrung einbringen. Ich glaube, ich habe ein ganz gutes Gespür dafür, was sich die Mitarbeiter wünschen. Dann rege ich öfters an, mal etwas Neues auszuprobieren, Trendsetter zu sein. Letztlich entstehen die neuen Ideen aber im Dialog. Da sind wir inzwischen ein eingespieltes Team.

Sie haben im Juni 2020 als Juniorchefin angefangen. Wenige Monate später kam der lange Lockdown, der den Tourismus bis Juni 2021 fast vollständig zum Erliegen gebracht hat. Ihren Einstieg hatten Sie sich bestimmt anders vorgestellt?

Das war hart. Dass nochmal ein so langer Lockdown kommen würde, damit hatte keiner gerechnet. Natürlich gibt es immer etwas zu tun, aber ein Hotel ohne Gäste ist wie ein Fisch ohne Wasser. Wir sind dann kreativ geworden, wie wir mit unseren Mitarbeitern und Gästen in Verbindung bleiben können. Das Strandhotel Ostseeblick ist während der gesamten Schließphase ein offenes Haus für die Mitarbeiter geblieben. Wir haben regelmäßig Teammeetings abgehalten und uns ausgetauscht, wie es jedem mit der Situation erging. Meine Mutter hat sich in die ganzen mühsamen Verordnungen reingekniet und Corona-Prämien für die Kollegen beantragt. In einer Whats-App Gruppe haben wir uns über Spazierrouten ausgetauscht und Grüße und Postkarten an die Gäste geschickt. Es ging uns darum zu zeigen: „Hey, wir sind noch da!“ Von den Mitarbeitern sind fast alle an Bord geblieben, als Familie haben wir zusammengehalten. Wir sind in dieser Zeit in so Vielem über uns hinausgewachsen. Ich glaube, wir können alle stolz sein.

Haben Sie einen Lieblingsplatz auf der Insel?

Ach, da könnte ich mich gar nicht entscheiden. Ich liebe meine geheime Badestelle. Aber die verrate ich natürlich nicht.

Mit dem Vorhaben „Modernisierungssprint: Qualität und Nachhaltigkeit – Tourismuskultur – Digitalisierung" strebt der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) eine Neuausrichtung des Tourismus für Mecklenburg-Vorpommern an. Seit drei Monaten hat Merle-Marie Müller ihre Zelte auf der Insel Usedom aufgeschlagen und ist als Koordinatorin für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen vor Ort im Einsatz.

Seit November 2021 sind Sie als Regionalmanagerin für Qualität und Nachhaltigkeit auf der Insel Usedom tätig. Hatten Sie schon Zeit die Insel kennenzulernen?

Da bin ich gerade dabei. Ich muss gestehen, dass ich Usedom bisher weniger gut kannte. Ich bin auch erst im Dezember hier so richtig angekommen, nachdem ich mich die ersten Wochen in Rostock in die Themen eingearbeitet habe. Jetzt verabrede ich mich mit den Kurdirektoren, den Hoteliers und Freizeitanbietern und lerne dabei nach und nach die Insel kennen. Wenn das Wetter besser wird, möchte ich einige Angebote selbst ausprobieren. An den Wochenenden habe ich bereits schöne Wanderungen unternommen, zum Beispiel habe ich eine große Runde am Strand von Kölpinsee Richtung Ückeritz, durch den Wald zum Achterwasser gedreht. Das Thema Wandern liegt mir sehr am Herzen. In dem Trend sehe ich großes Potenzial für Usedom. Auf meinen Wanderungen lasse ich mich inspirieren, mit welchen schönen Routen wir den Wandertourismus ankurbeln könnten.

Sie sind in Lübeck aufgewachsen. Jetzt haben Sie die schleswig-holsteinische Ostseeküste mit der Pommerschen Bucht getauscht. Fühlen Sie sich auf der Insel Usedom schon ein bisschen heimisch?

Am Wasser fühle ich mich immer wohl, egal wo es ist. Die Ostsee ist mir als gebürtige Lübeckerin natürlich sehr vertraut. Ich habe den Eindruck, dass die Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern naturbelassener ist. In Schleswig-Holstein ist die Küste streckenweise mit Promenade zugebaut. Das letzte Jahr habe ich an der Hohwachter Bucht verbracht und als Assistentin der Geschäftsführung für die dortige Marketinggesellschaft gearbeitet. Auch wenn das eine kleinere Tourismusregion ist, gibt es viele Parallelen. Die touristischen Strukturen und Organisationsformen sind ähnlich. Auch beschäftigen sich die Touristiker dort ebenfalls mit den Themen Kurabgabe und Digitalisierung der Kurkarte.

Das Projekt des TMV "Modernisierungssprint Qualität und Nachhaltigkeit – Tourismuskultur – Digitalisierung" soll bis 2025 einen Modernisierungsprozess im Land anstoßen. Welche konkreten Ziele hat sich der TMV mit dieser Kampagne gesetzt?

Alle vier Aspekte des Modernisierungssprints sind Trendthemen, die in Zukunft den Wettbewerb stark beeinflussen werden. Es ist wichtig auf der Höhe der Zeit zu bleiben, denn der Tourismus spielt in Mecklenburg-Vorpommern eine zentrale Rolle. Die Ansprüche und Bedürfnisse der Gäste nehmen weiter zu. Wir können uns nicht auf dem erreichten Standard ausruhen, sondern müssen ständig an der Qualität und der Gästezufriedenheit arbeiten. Wenn einzelne Anbieter nicht auf dem neuesten Stand sind, hat das Auswirkungen auf die ganze Region. Leider ist es ja so, dass negative Erlebnisse tendenziell eher in den Köpfen der Gäste hängen bleiben. In der Landestourismuskonzeption wurde der Fokus auf Qualität, Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit gelegt. Mit dem Modernisierungssprint sensibilisieren wir für diese Themen und stoßen die konkrete Umsetzung an.

Welche Aufgabe haben Sie als Regionalmanagerin? Wofür sind Sie zuständig?

Der TMV hat in allen Regionen des Landes Regionalmanager eingesetzt, die als Ansprechpartner vor Ort bei der Umsetzung unterstützen. Ich konzentriere mich auf die Themenbereiche Qualität und Nachhaltigkeit und arbeite eng mit dem Tourismusverband Insel Usedom und der Usedom Tourismus GmbH zusammen. Meine Aufgabe ist es, die lokalen touristischen Akteure zu beraten und zu motivieren, diese Handlungsfelder anzugehen. Welche konkreten Projekte wir in den nächsten Jahren umsetzen werden, wird sich aus den Gesprächen ergeben. Ich möchte mir erstmal ein Bild darüber verschaffen, wo es auf der Insel Usedom Handlungsbedarf gibt.

Was reizt Sie an dieser Aufgabe?

Die Themenfelder sind hochaktuell. Mit dem Vorhaben können wir in den nächsten Jahren viel bewegen. Ich finde auch spannend, dass wir nur gemeinsam etwas erreichen können. Es wird darauf ankommen, dass alle Akteure an einem Strang ziehen. Das ist eine schöne Herausforderung für mich. Das Aufgabenspektrum der Regionalmanagerin passt auch eins zu eins zu meinem Studium. Ich habe meinen Bachelor in International Tourism Management in Aberdeen in Schottland gemacht. Bei meinem Master in Tourismus in den Niederlanden lag der Fokus auf Nachhaltigkeit.

Netzwerken wird ein zentraler Bestandteil Ihrer Tätigkeit sein. Hatten Sie bereits Gelegenheit, einige touristische Anbieter und Akteure der Insel kennenzulernen?

Ich habe bereits die Kurdirektoren, einige Hoteldirektoren und Freizeitanbieter kennengelernt und mich in verschiedenen Gremien wie z.B. dem Wellnessbeirat vorgestellt. Manche sind auch auf mich zugekommen. In den Gesprächen geht es erst mal darum, die Unternehmen kennenzulernen, den Ist-Zustand zu analysieren und Ideen auszutauschen. Im nächsten Schritt werden wir festlegen, welche konkreten Maßnahmen umgesetzt werden.

Können Sie schon verraten, welche Projekte Sie für die Insel Usedom in Angriff nehmen möchten?

Hier befinden wir uns momentan noch in der Abstimmungsphase. Erste Idee zum Thema Qualitätssteigerung sind Schulungsangebote z.B. für die Vermieter von Ferienwohnungen. Wir können bei der Websitegestaltung, bei der Gästekommunikation oder bei der Wahl der Buchungsportale beraten. Außerdem möchte ich eine Plattform für einen inselweiten Austausch über Qualitätsthemen einrichten. Sie soll die Möglichkeit bieten, sich zu vernetzen, sich weiterzubilden oder Best Practice-Beispiele vorzustellen. Im Bereich Nachhaltigkeit führen wir aktuell eine Weiterbildungsreihe in Kooperation mit dem Landestourismusverband durch. Außerdem werde ich in Zusammenarbeit mit der Usedom Tourismus GmbH das Nachhaltigkeitsportal und das Netzwerk des Mehrwegpfandsystem ReCup und ReBowl ausbauen. Für die überregionale Zusammenarbeit in Vorpommern soll es die „Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit“ geben. Auf dieser Plattform werde ich mich mit den Kollegen von Rügen und Fischland-Darß-Zingst vernetzen. Es geht darum, voneinander zu lernen. Es muss nicht jeder immerzu das Rad neu erfinden.

Mit dem Projekt „Sei Gast auf deiner eigenen Insel“ soll die Tourismusakzeptanz bei den Einheimischen gestärkt werden. Wie verbirgt sich hinter diesem Titel?

„Sei Gast auf deiner Insel“ ist eine Einladung an die Einwohner der Insel und der Stadt Wolgast, die Insel aus den Augen eines Touristen kennenzulernen. In den letzten beiden Märzwochen können die Insulaner Übernachtungs-, Wellness- oder Kulinarik-Angebote zu einem vergünstigten Preis wahrnehmen. Wir möchten die Einheimischen animieren, verschiedene Angebote kennenzulernen und selbst auszuprobieren. Die Aktion ist auch als Dankeschön an die Insulaner gedacht, die den Tourismus mittragen. Die Angebote werden wir auf unserer Website, über Plakate, Flyer und Zeitungsartikel publik machen. Es freut mich, dass ich noch vor dem Saisonstart mit einer konkreten Aktion für die Einheimischen loslegen kann.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Karina Schulz für usedom.de am 26.01.2022.

Auch im Winter kann man auf Usedom eine Menge erleben. Zwar sind einige Attraktionen wegen der Corona-Einschränkungen zurzeit geschlossen oder nur teilweise geöffnet, aber Usedom hat so viel mehr zu bieten: Von aktiven Stunden auf dem Eis, über gemütliche Strandspaziergänge an menschenleeren Stränden bis hin zur erwärmenden Wellness-Auszeit in einer der Thermen. Usedom ist auch in der kalten Jahreszeit einen Urlaub wert. Gerade für Besucher die dem sommerlichen Trubel entfliehen wollen, bietet sich die Nebensaison ideal zum Reisen an.

Um mal wieder die Schlittschuhe auszupacken, lohnt sich der Besuch der Kunsteisbahn an der Seebrücke in Heringsdorf. Voraussichtlich bis zum 06.03.2022 können Schlittschuhläufer dort ihre Kreise ziehen. Wer keine eigenen Schlittschuhe hat, kann sich vor Ort passende Schuhe ausleihen. Auch Laufhilfen für Kinder können dort gemietet werden, damit auch die Kleinen auf ihre Kosten kommen, die bisher noch keine Sicherheit auf dem Eis haben. Selbstverständlich ist hier auch für das leibliche Wohl gesorgt, damit nach einem langen Tag auf dem Eis die Kraft nicht ausgeht.

Hier gilt zurzeit die 2G+ - Regel. Die Öffnungszeiten erfahrt ihr ganz einfach im Internet (montags ist die Eisbahn geschlossen).

Was gibt es Schöneres im Winter, als sich nach einem Tag draußen in der Kälte, im Warmen wieder aufzuwärmen. Und wie geht das am besten? Ganz einfach in einer der beiden Usedomer Thermen. Die Bernsteintherme in Zinnowitz lädt in ein Thermalbad ein, wo man die mit Sole angereicherten 32° Grad Celsius warmen Innen- und Außenbecken genießen oder in der einzigartigen Strandsauna die Seele baumeln lassen kann. In der OstseeTherme in Ahlbeck kann man zwischen sieben Becken in der Badewelt und der Saunawelt mit fünf verschiedenen Wärmegraden wählen. Mit dieser Aussicht lässt sich die Kälte im Winter noch besser aushalten.

Gerade in der Nebensaison laden menschenleere Strände zu einem ausgiebigen Strandspaziergang ein. Ob alleine, zu zweit, mit der ganzen Familie oder auch mit einem vierbeinigen Begleiter: Jetzt ist die perfekte Zeit um sich am Strand einmal richtig durchpusten zu lassen. Das Beste: Im Winter gilt die Leinepflicht am Strand nicht. Euren Hund könnt ihr also bedenkenlos am Strand laufen und richtig toben lassen. Manche Vierbeiner lieben es auch selbst in die Ostsee zu springen.

Das Eisbaden gehört zum Winter dazu, wie der Schnee. Viele mutige Eisbader stürzen sich in der kalten Jahreszeit in die Ostsee, um so das neue Jahr einzuläuten, denn regelmäßiges Eisbaden stärkt das Immunsystem und belebt den Körper und Geist. Jedes Jahr bieten viele Kurverwaltungen ein richtiges Eisbade-Event an, bei dem sich fröhlich kostümierte Kälteresistente treffen, um gemeinsam in der Ostsee zu planschen. Leider können einige dieser Veranstaltungen in diesem Jahr coronabedingt nicht stattfinden, doch die Kurverwaltung Koserow hält sich diese Veranstaltung noch vor. Doch Eisbadeevent hin oder her, das sollte die Mutigen unter euch nicht davon abhalten einmal selbst im Winter in der Ostsee baden zu gehen. Denn egal an welchem Strand ihr seid, die Ostsee lädt zu jeder Jahreszeit zum Baden ein – ob das kalte Wasser euch vom Baden abhält liegt ganz bei euch. Wer die Chance nutzt bei der kühlen Außentemperatur in die Ostsee zu springen, hat großen Respekt verdient. Das kann schließlich nicht jeder von sich behaupten. Achtet aber darauf, nicht alleine baden zu gehen, sondern unter Aufsicht und verbleibt nicht länger als drei bis fünf Minuten im kalten Wasser.

Der Kur- und Heilwald ist längst kein Geheimtipp mehr. In der ruhigen Nebensaison bietet es sich an, den Wald zu erkunden. Bei den Übungen an den verschiedenen Heilwaldstationen können sich die Besucher aufwärmen. Seit dem letzten Jahr ist ein Teil speziell für Kinder ausgelegt, damit auch die ganze Familie den Tag im Kur- und Heilwald aktiv gestalten kann. Gleichzeitig zeigt das spezielle Waldklima eine wertvolle gesundheitsfördernde Wirkung und tut der Lunge, dem Bewegungsapparat und der Psyche etwas Gutes.

Im Sommer des letzten Jahres feierte der Tierpark Wolgast sein 60-jähriges Bestehen. Auch im Winter lohnt sich ein Besuch allemal. Bis auf verkürzte Öffnungszeiten gibt es zum Sommer keinen Unterschied, und man kann sich frei im Park bewegen (auch hier gilt zurzeit die 2G-Regel). 45 Arten mit etwa 400 Tieren laden die Besucher in den Tierpark ein. Unter anderem gibt es dort Kängurus, Affen, Otter, Waschbären, Erdmännchen, Stachelschweine und Wölfe. Einige Tiere, wie z.B. die Alpakas oder zutrauliche Kaninchen, Meerschweinchen und Ponys können dabei auch von den Besuchern gestreichelt werden. Auch stehen Futtertüten gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung, um z.B. Ziegen, Damwild und Mufflons zu füttern. Wenn ihr schon immer mal eine Tierpatenschaft übernehmen wolltet, dann gibt es dort die Möglichkeit Tierpate zu werden.

Knapp 6 Kilometer lang ist die Strandpromenade von Bansin bis Ahlbeck. Hier gibt es die schönsten Beispiele der Bäderarchitektur zu bestaunen, für die die Kaiserbäder auf Usedom berühmt sind. Eine prachtvoller als die andere säumen die Villen überall die Promenade. Aber auch in der zweiten, dritten oder vierten Reihe lassen sich Villen im opulenten Bäderarchitektur-Stil entdecken. Anders als im Sommer ist die Promenade im Winter nicht sehr belebt. Nur vereinzelt begegnet man Touristen oder Einheimischen, die ihren Hund ausführen oder gerade auf ihrem Sonntagsspaziergang unterwegs sind. Wem der Rückweg auf dem Promenaden-Spaziergang zu lang wird, kann das Angebot der Usedomer Bäderbahn nutzen und mit dem Bus oder der Bahn zum Ausgangspunkt zurückfahren. Egal wie ihr euch entscheidet: Der Weg auf der Promenade ist auch im Winter wirklich lohnenswert. Die Ostsee bleibt dabei meist in Sichtweite, so dass ihr auf dem Rückweg auch am Strand zurück wandern könnt.

Um auf die höchste Erhebung der Insel zu steigen, lohnt sich eine Wanderung auf den Golm hinauf. Der Golm erhebt sich gleich hinter der deutsch-polnischen Grenze auf etwa 69 Meter und liegt ganz in der Nähe des Dorfes Kamminke. Von oben eröffnet sich ein ausgezeichneter Blick über das Usedomer Achterland, die Kaiserbäder bis nach Swinemünde. Auf dem Golm befindet sich außerdem eine Gedenkstätte, die an die Opfer des verheerenden Bombenangriffs auf die Stadt Swinemünde im März 1945 erinnert.

Mit einer Höhe von 58 Metern ist der Streckelsberg die drittgrößte Erhebung der Insel Usedom. Er befindet sich im Ostseebad Koserow und reiht sich hinter dem Golm und dem Kückelsberg ein. Es ranken sich einige Sagen und Mythen rund um den Streckelsberg, weshalb sich ein Spaziergang auf den sogenannten Sagenberg lohnt. Zum Beispiel soll der berühmt-berüchtigte Seeräuber Klaus Störtebeker der Sage nach in den Wäldern des Bergs seine erbeuteten Schätze versteckt haben. Auch ist der Streckelsberg der Schauplatz der Erzählung der Bernsteinhexe, die der Koserower Pfarrer Wilhelm Meinhold 1843 niederschrieb. Aber nicht nur diejenigen, die sich für Sagen und Mythen begeistern, sollten einmal auf den Streckelsberg steigen, sondern auch Geschichtsbegeisterte können hier einen Schauplatz der damaligen Heeresversuchsanstalt und der Wehrmacht finden. Raketenforscher der Wehrmacht bauten oben auf dem Streckelsberg einen Beobachtungsturm auf, der als Messstation für die Beobachtung der Raketentests fungierte. So konnten die Wissenschaftler die Flugbahn genaustens kontrollieren und dokumentieren. Außerdem bot sich die höchste Erhebung der Außenküste ideal dazu an, um den Luftraum um die wichtigen Hafenstädte Stettin und Swinemünde zu überwachen. Dieser Turm wurde allerdings 1997 abgetragen. Heute erinnern nur noch Informationstafeln mit Bildern auf dem Berg an die damaligen Geschehnisse. Natürlich ist auch ein entspannter Spaziergang durch den Wald zu empfehlen, der sich mit seinen Rotbuchen- und Waldkieferbäumen auf dem Streckelsberg erstreckt.

Mit welchem Getränk kann man sich gerade im Winter wunderbar aufwärmen? Ganz klar, mit einem Steifen Grog. Doch was verbirgt sich dahinter? Kurz gesagt, es ist warmes Wasser mit Zucker und einem guten Schuss Rum (am besten auch diesen ein bisschen erwärmen). Also ist das Getränk ideal, um sich in der kalten Jahreszeit zwischendurch richtig aufzuwärmen. Und wer hat´s erfunden? Die Geschichte reicht bis ins 17. oder frühe 18. Jahrhundert zurück, als den Seefahrern der britischen Marine noch täglich Rum als Teil der Verpflegung zugesichert wurde. Da aber die Verbindung aus Alkohol und der Schifffahrt die Sicherheit an Bord gefährden konnte, beschloss der als „Old Grog“ bezeichnete Kapitän den Rum mit Wasser zu strecken. Dies vermischten die Matrosen zusätzlich mit Zucker. Um nicht so schnell zu frieren, wurde das Wasser in der kalten Jahreszeit vorher erhitzt. Wer sich ein bisschen in diese Zeit zurückversetzen lassen möchte, kann dieses Getränk ganz einfach zuhause nachmachen. Auch in einer Bar oder an einem Stand in Strandnähe lässt sich ein Grog genießen. Auf Usedom bieten im Winter einige Stände Glühwein und auch Steifen Grog an, manchmal auch gemischt mit Sanddorn oder anderen Geschmacksrichtungen. Sollte der Steife Grog doch nicht gefallen, ist natürlich auch ein Glühwein oder ein Tee geeignet, um einen ähnlich wärmenden Effekt zu erzielen.

Ein besonderes Erlebnis bietet das nördlichste Schlittenhunderennen Deutschlands, welches meist am ersten Wochenende im März stattfindet. In diesem Jahr ist Baltic Lights vom 04. – 06. März 2022 geplant. Bei diesem Event können die Zuschauer Trainingseinheiten mit den Schlittenhunden und die Rennen zwischen den Seebrücken in Heringsdorf und Ahlbeck verfolgen. Neben internationalen Schlittenhundeteams sind auch wieder viele prominente Gesichter mit dabei, um bei diesem Charity-Rennen Spenden für die Welthungerhilfe zu sammeln und sich für den Klimaschutz zu engagieren. Außerdem können entlang der Strecke an den Seebrücken prasselnde Biike-Leuchtfeuer am Strand bestaunt werden, welche durch ihre Größe noch von Weitem die Blicke auf sich ziehen.

Bilder: Usedom Tourismus GmbH (4); Tierpark Wolgast (1); ExperiArts Entertainment I Adrian Fohl (1)

Moin, Ahoi und ein gesundes neues Jahr wünsche ich dir! Auch, wenn das neue Jahr nun schon begonnen hat, lass uns zunächst zusammen noch in den Dezember reisen:

Es ist Adventszeit, die Tage werden immer kürzer und es wird früh dunkel. Dennoch liebe ich diese Jahreszeit! Alles ist so schön weihnachtlich geschmückt, es leuchtet und funkelt überall. Nur kaum ein Mensch ist zu sehen, der diesen Anblick genießen kann. Die noch immer anhaltende Corona-Pandemie und die 2G+ Regel hat dann doch einige Urlauber abgehalten oder auch gehindert, seinen Winterurlaub auf Usedom zu verbringen. Gefühlt täglich kam eine neue Regel hinzu oder wurde wieder geändert. Erst hieß es, dass Hotelgäste sich täglich testen müssen, dann wieder nur alle drei Tage, dann aber doch wieder täglich, wenn du frühstücken oder eben auch im Restaurant zu Abend essen möchtest. Dann mussten auch teilweise noch die Wellnessbereiche geschlossen werden und eine Stornierung folgte nach der anderen. Viele Cafés, Restaurants und sogar einige Hotels haben sich dazu entschieden, kurzfristig zu schließen. Einige Urlauber ließen sich davon aber nicht beirren, dann testen wir uns eben täglich – Sicherheit geht vor.

Pünktlich in der Nacht zum Heiligabend fielen die ersten Schneeflocken und es war ziemlich frostig. Die Sonne kämpfte sich immer wieder durch und dick eingepackt konnten die wenigen Weihnachtsurlauber die knackige Ostseeluft richtig gut genießen. Wer jetzt seinen Kurzurlaub auf Usedom verbracht hat, den erwartete eine ganz besondere Zeit: Besinnliche Ruhe und weihnachtliche Stimmung. Selbst das sonst so belebte Erdbeerdorf war regelrecht leergefegt und ich hatte mal richtig Zeit und Platz zum Stöbern. Es duftet nach frisch gebackenen Plätzchen und alles ist wieder so zauberhaft weihnachtlich geschmückt. Vom Weihnachtsstress keine Spur.

2G+ hinderte mich persönlich nicht daran, an den Festtagen das ein oder andere Café und Restaurant zu besuchen. Am Heiligabend gab es noch traditionell Würstchen mit Kartoffelsalat in den heimischen vier Wänden bzw. in unserer gemieteten Strandwohnung, welche sich aber schon wie ein zweites zu Hause anfühlt. Ja, auch ich als Einheimische verbringe meinen Urlaub auf dem Eiland. Am ersten Feiertag gingen wir abends essen und ließen uns mit einem 4-Gang-Menü im Hotel & Restaurant Weißes Schloß in Heringsdorf verwöhnen. Geräucherte Entenbrust, geschmorte Gänsekeule und Mohnkaiserschmarrn – was für ein Gaumenschmaus, dafür hätten wir wohl den ganzen Tag in der Küche stehen müssen. Da nutze ich doch lieber die Zeit für einen ausgiebigen Strandspaziergang oder für einen Bummel durch die Kaiserbäder - mit Zwischenstopp beim Kaffeeklaus versteht sich. Auf dem Weg zum Abendessen wird sich eben schnell getestet, dauert direkt drei Minuten. Termin vorreservieren, einchecken, testen und auf dem Weg zum Restaurant bekommst du auch schon nach fünfzehn Minuten dein Ergebnis auf dein Smartphone geschickt. Nur negativ sollte der Test dann sein, sonst kann das Weihnachtsfest auch mal schnell ins Wasser fallen. Ein mulmiges Gefühl hat man dann irgendwie doch. Vielleicht entscheiden sich auch deswegen einige, lieber zu Hause zu bleiben. Spontan über die Feiertage einen Tisch zu reservieren - was sonst schon Monate im Voraus geplant werden muss, war in diesem Jahr gar kein Problem. Die Hotelrestaurants waren relativ gut gefüllt. So sah es aber tatsächlich nicht in jedem Restaurant aus und man blickte auch in viele traurigen Augen der Besitzer.

Spätestens zum Jahreswechsel sollte sich dies dann aber schlagartig ändern. Es kommen von Tag zu Tag immer mehr Menschen, Urlauber wie auch Tagesgäste auf die Insel. Zum Glück sind noch einige Glühweinstände und Bratwurstbuden aufgebaut, die wohl das Geschäft ihres Lebens machten. Denn viel bieten kann Usedom seinen Silvestergästen sonst in diesem Jahr nicht wirklich. Keine Tanzveranstaltungen, kein Feuerwerk, keine Freizeitangebote. Täglich wurde ich gefragt, was man denn Silvester auf Usedom machen könnte – meine Antwort lautete immer wieder: Am Strand spazieren… Über das verbotene Feuerwerk bin ich persönlich nicht wirklich traurig. So bleibt der Strand und die Ostsee auch in diesem Jahr wieder sauber und klar. Zumindest haben Urlauber aber wieder die Möglichkeit, nach Usedom zu reisen und die frische Ostseeluft zu genießen. Selbst am Neujahrsmorgen zog es die wahren Ostseefans bei Regen und Seenebel an den Strand. Menschenmassen zogen von Seebrücke zu Seebrücke und wieder bildeten sich lange Schlange an den Glühweinständen. Ein mittlerweile ungewohntes Bild und auch schon einen Tag später sollte sich dieses auch wieder ändern. Die Strände und Promenaden sind wieder menschenleer, die Silvestergäste abgereist. Wer jetzt die Möglichkeit hat, nach Usedom zu reisen, dem kann ich dies nur sehr empfehlen. Kräfte sammeln, Ostseeluft tanken und die Ruhe genießen.

Dezember 2021, schon wieder ist ein ganzes Jahr vergangen. Auch mein Jahr als offizielle Inselbloggerin von Usedom – zumindest die Zusammenarbeit mit der Usedom Tourismus GmbH, aber ich mache natürlich weiter. Mit neuen Ideen und vielen Inspirationen, welche ich auch aus der Kooperation mit der UTG dazugewonnen und einiges gelernt habe. Mein Jahr endet nun also mit einem weinenden sowie mit einem lachenden Auge, aber ich bin sehr dankbar und glücklich.

Ich erinnere mich, dass mein Jahr als Inselbloggerin mitten im Lockdown begonnen hat. Eine große Herausforderung über die Insel zu berichten, wenn alles geschlossen ist. Gut, dass wir einen atemberaubenden Winter hatten, mit einer dicken Schneeschicht und großen Eisschollen, die einem die Sicht auf die Ostsee versperrten. Jeden Tag konnte ich dich mit an den Strand nehmen und dich neben dem Winterwonderland auch mit grandiosen Sonnenaufgängen faszinieren. Ich erinnere mich so gern an diese außergewöhnlich Zeit zurück, aus einer ganz anderen Perspektive.

Mein schönstes Erlebnis war dann im März, als ich bei eisiger Kälte und dennoch schönstem Wetter dem Fischer Uwe Krüger und seine Crew einen Tag begleiten durfte. So schöne Bilder sind entstanden mit einer traditionsreichen Geschichte und so viele liebe Menschen habe ich kennenlernen dürfen. Auch, wenn die Küstenfischerei aktuell sehr umstritten ist, bin ich persönlich sehr traurig über diese Entwicklung und über das Fischersterben. 

Im April wurde es dann so langsam etwas wärmer und ich entdeckte die Insel mit dem Fahrrad für dich. Ich muss tatsächlich zugeben, es lässt sich ziemlich entspannter Radfahren, wenn es nicht so überfüllt ist und ich hatte somit viel Zeit, jede Ecke von Usedom für dich zu erkunden. Ich freue mich auch jedes Mal sehr, über das Feedback und die Bilder, welche mir dann von euren Touren zugesandt werden. Ab Mai sollte es dann auch allmählich wieder losgehen. Sicherheitskonzepte wurden geschrieben und die Insulaner freuten sich nach sieben Monate Lockdown auf seine ersten Gäste.

Die Läden, Hotels, Restaurants und Cafés öffneten wieder und schon im Juni durfte ich für dich all die schönen Gartencafés auf Usedom entdecken und durchprobieren. An Usedom fasziniert mich besonders, dass die Insel so facettenreich ist. Du hast auf der einen Seite die Ostsee und die Promenaden, wo sich die Hotels, Restaurants und Eiscafés nur so aneinander reihen und auf der anderen Seite das idyllische Hinterland mit verträumten Dörfern und kleinen Gartencafés. Dieser Blogbeitrag kam bei euch sehr gut an, denn viele kannten manch kleines Café noch gar nicht.

Im Juli war ich dann wieder sehr aktiv! Ich habe viele großartige Freizeitangebote wahrgenommen. Sei es eine Inselsafari, ein Törn mit der Weißen Düne oder eine Kanufahrt in den Sonnenuntergang. Jedes Erlebnis davon war so individuell und grandios und ich habe Ecken kennengelernt, da wäre ich in meinem ganzen Leben nicht hingefunden. Ich habe also noch einiges zu tun! 

Selbst mit der Herzogstadt Wolgast habe ich mich mal ganz intensiv auseinandersetzen können. Wolgast ist nämlich ziemlich facettenreich und ich bin noch immer absolut begeistert von dieser kleinen Stadt, durch diese ich doch sonst nur mit dem Auto durchfahre, um auf die Insel rauf oder runter zukommen. Dabei hast du von Wolgast bzw. vom Turm der St.-Petri-Kirche doch die schönste Aussicht auf Usedom. Das und so viel mehr musst du unbedingt erleben! Die Gertrudenkapelle, das Rungehaus, die Kaffeemühle, das historische Rathaus, den Stadthafen und den kleinen aber sehr feinen Wolgaster Tierpark.

Im September neigte sich die Saison nun langsam dem Ende, zumindest auf den Campingplätzen von Usedom. Von Nord bis Süd und auch im Hinterland habe ich diese für dich entdecken dürfen. Noch immer ist mir die Nandalee Camping Idylle am Schmollensee in so schöner Erinnerung, dass ich mir wirklich mal einen Inselblog-Bus anschaffen muss, um das Campingfeeling für mich neu zu entdecken und um die Insel noch mehr erkunden zu können. Was meinst du?

Im Oktober standen Familienaktivitäten auf den Plan und es gibt tatsächlich keine schönere Jahreszeit dafür, als im Herbst. Es gibt so viel für Groß und Klein auf unserem Eiland zu entdecken! Und damit meine ich keine kunterbunten Hüpfburgen und Parks mit ausgestopften Tieren oder einen völlig überfüllten Freizeitpark. Zum Glück durfte ich auch viele Familien in der Ferienzeit Pilze sammeln sehen oder beim Drachensteigen zuschauen. Einfach die Natur auf Usedom genießen und das Kind ein Kind sein lassen. Fast jedes Seebad veranstaltete ein Drachenfest, die Bäume bzw. die Blätter auf dem Baumwipfelpfad leuchteten in den schönsten Herbstfarben und auch der Lichtzauberwald in Ückeritz mit seiner atemberaubenden Lasershow fand in diesem Jahr wieder statt. Überall leuchtet es in allen Farben und es wirkt richtig mystisch, wenn sich der Nebel auf den Boden legt. Die Lasertechnik bzw. die Lasershow, untermalt mir richtig guter Musik, beamen dich in eine völlig andere Welt. Ich war echt komplett beeindruckt.

Winterzeit ist Wellnesszeit! Dies erleben zu können auf meiner Heimatinsel – das wohl schönste Erlebnis für mich im ganzen Jahr. Wellness bedeutet aber auch für mich, nicht nur tolle Anwendungen genießen zu dürfen, sondern auch die reine Ostseeluft, der weiße endlos lange Strand und das magische Licht, wenn die Sonne auf- und untergeht. Nun hat Usedom einige großartige Wellnesshotels und Kosmetikstudios zu bieten und ein paar davon durfte ich besuchen und mich rundum verwöhnen lassen. Hast auch du den Blog gelesen und dich bereits verwöhnen lassen?

Ich werde mich auf jeden Fall weiter verwöhnen lassen – auch, um dich verwöhnen zu können! Hab einen ganz tollen Start ins neue Jahr und bleib vor allem schön gesund! Wir hören, lesen und schreiben uns! Auf Facebook, Twitter, TikTok, Instagram und auf meinem Blog:

www.marikas-inselblog.de Moin & Ahoi sagt Marika – deine Inselbloggerin.

Mein vollständiger Name ist Marika Borowski, ich bin 38 Jahre jung und komme gebürtig vom Festland aus dem Lassaner Winkel. Vom Lassaner Hafen aus hatte ich schon immer freie Sicht auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz und war somit meiner Wahlheimat Usedom schon immer sehr nahe verbunden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern mit mir zum Strand nach Trassenheide oder zum Zelten auf den Gnitz gefahren sind oder wir unsere Verwandten in der Stadt Usedom besucht haben. Für mich war es immer ein tolles Ereignis, meinen Schulfreunden zu erzählen, dass ich Verwandte habe, die auf einer Insel leben. Nun lebe ich selbst bereits seit über 20 Jahren auf Usedom und darf mich schon als ein kleines Inselkind bezeichnen. Ich habe hier den Beruf zunächst zur Hotelfachfrau und anschließend zur Hotelkauffrau erlernt und diesen zu meiner Berufung gemacht. Um unseren Usedom-Besuchern viel mehr über die Insel berichten zu können, habe ich mich selbst auf Entdeckungstour begeben und halte seit gut zwei Jahren alle meine Erlebnisse und Entdeckungen auf der Insel Usedom in meinem Blog fest.

Maik Albrecht lenkt gemeinsam mit seinem Team den gesamten Busverkehr der Usedomer Bäderbahn. In der Leitstelle in Ahlbeck laufen alle Fäden zusammen. Als Disponent in der Abteilung Bus koordiniert er die Logistik der Linienbusse, des Fernreiseverkehrs, der Tagestouren und der mehrtägigen Erlebnisfahrten. Außerdem findet er als Teamleiter der Leitstelle im operativen Tagesgeschäft ständig Lösungen für kniffelige Fragestellungen. In diesem Monat ist er unser Inselgesicht.

Herr Albrecht, seit fünf Jahren koordinieren Sie als Disponent von der Leitstelle in Ahlbeck aus den gesamten Busverkehr der Usedomer Bäderbahn. Welche Angebote der UBB umfasst das alles?

Mit den Regionalbuslinien bedienen wir den Ortsverkehr in den Kaiserbädern und in Zinnowitz. Mit den verschiedenen Entdecker-Touren können Einheimische und Urlauber im zwei-Stundentakt jeden Winkel der Insel erreichen. Außerdem ist der Schülerverkehr an den Regionalbusverkehr gekoppelt. Mit der Fernbuslinie fahren wir 365 Tage im Jahr nach Berlin und Hamburg. Richtung Hamburg haben die Gäste die Möglichkeit, in Greifswald und Rostock aus- bzw. einzusteigen. Dieses Jahr haben wir ein neues Buchungssystem eingeführt, das die Ticketbestellung per Mausklick ermöglicht. Per App können die Kunden ihren Fahrschein bequem bis fünf Minuten vor Abfahrt buchen. Außerdem bieten wir Tagesfahrten an. Zu dieser Jahreszeit sind es vor allem Ausflüge zu den Weihnachtsmärkten in Rostock, Lübeck, Lüneburg, Hamburg oder Kopenhagen. Auf den Mehrtagesfahrten stehen z.B. der Besuch einer Musical-Aufführung kombiniert mit einer Stadtbesichtigung in Berlin oder Hamburg und mehrtägige Reisen z.B. in die Schweiz auf dem Programm. Diese Angebote, die sich unser Marketingteam einfallen lässt, erfreuen sich sehr großer Beliebtheit. Für Gäste, die gerne von zu Hause abgeholt und zu den Haltestellen der Buslinien gebracht werden möchten, bieten wir auch von Haus zu Haus Service an. Zu guter Letzt organisiert die UBB auch Fahrten nach ganz individuellen Wünschen. Wer also Ideen für Klassenfahrten, Betriebsausflüge oder Familienfeiern sucht, kann sich von unserem Marketing-Team beraten lassen.

Bei so vielen Buslinien und verschiedenen Touren ist es sicher nicht immer leicht, den Überblick zu bewahren?

Das stimmt. Es stehen 57 Busfahrer, 31 Linienbusse, 6 Kleinbusse und 11 Reisebusse zur Verfügung, mit denen wir jonglieren. Wir arbeiten mit einer Dispositionssoftware, in der alle Fahrten und die Verfügbarkeit der Busfahrer und Busse koordiniert werden. Zunächst werden daraus die Monatspläne erstellt, die die Lenk- und Ruhezeiten, Urlaubswünsche und Lehrgänge der einzelnen Fahrer berücksichtigen. Die Pläne werden nach dem immer gleichen Schema erstellt und anschließend den Busfahrern nach dem Rotationsprinzip zugeordnet. Damit stellen wir sicher, dass die verschiedenen Schichten gerecht verteilt werden. Allerdings gibt es ständig tagesaktuelle Änderungen, auf die wir reagieren müssen. Zum Beispiel wenn sich Fahrer krankmelden oder wenn für gut gebuchte Tages- oder Erlebnistouren ein zweiter Bus eingesetzt werden muss. Den Regionalbusverkehr kann ich auf dem Monitor live verfolgen. Dort sehe ich genau, welcher Bus wie viele Minuten Verspätung hat. Wenn Fahrgäste anrufen und wissen wollen, wann ihr Bus kommt, habe ich darüber jederzeit Überblick. Machtlos sind wir allerdings bei Stau. Das kommt im Sommer natürlich öfters vor, dass die Busse feststecken. An den Haltestellen gibt es übrigens QR-Codes, mit denen die Kunden Informationen zu Verspätungen direkt einsehen können.

Was reizt Sie an dieser Aufgabe?

Der Job ist auf jeden Fall immer abwechslungsreich. Jeder Tag ist anders, und es kommt niemals Langeweile auf. Das gefällt mir. Man muss allerdings mit ganzem Herzen bei der Sache sein. Sobald man unkonzentriert ist, kann bei der Planung auch schnell etwas schief gehen. Oft ist Spontanität und Stressresistenz gefragt, wenn z. B. Stau den gesamten Fahrplan durcheinanderwirbelt. Dann heißt es Ruhe bewahren und Lösungen finden. Oft gibt es kniffelige Probleme zu lösen, wenn z.B. mitten im Sommerfahrplan plötzlich Schienenersatzverkehr zu organisieren ist. Am Ende des Tages bin ich jedenfalls immer stolz und zufrieden, wenn alles reibungslos klappt.

Außerdem sind Sie Teamleiter der Leitstelle. Welche Aufgaben haben Sie in dieser Funktion zu lösen?

Ich muss jeden Tag auf alles Mögliche gefasst sein. Es kommt immer wieder vor, dass Fahrzeuge plötzlich defekt sind und auf freier Strecke ausgetauscht werden müssen. Dann geht es darum, blitzschnell zu reagieren und ein neues Fahrzeug und einen freien Fahrer zu organisieren. Natürlich kommen auch manchmal Beschwerden der Fahrgäste bei uns in der Leitstelle an, welche wir nach besten Möglichkeiten versuchen zu lösen. Ansonsten verweisen wir auf unser Beschwerdemanagement. Wir hätten gar nicht die Zeit, auf die Fragen der Anrufer einzugehen.

Im Regionalbusverkehr fahren die Busse in jeden Winkel der Insel. Welche Touren bieten Sie an und gelingt es, Einheimische und Urlauber zu überzeugen, das Auto auch mal stehen zu lassen?

Auf den Insel-Entdecker-Touren erreichen Sie jede entlegene Ecke auf der Insel. Die Busse der Achterland-Tour fahren über Benz, Mellenthin und Usedom Stadt bis nach Liepe und Warthe. Auf der Hafftour geht es von den Kaiserbädern entlang der Haffküste über Kamminke, Zirchow, Stolpe in der Usedomer Winkel. Im Inselnorden führen die Routen von Zinnowitz auf den Gnitz oder von Wolgast über Trassenheide nach Karlshagen. Die Route der Fischerdörfer-Tour führt von Wolgast über Kröslin und Freest nach Lubmin. Vor allem Urlauber schätzen dieses umfangreiche Angebot, um die Insel oder die Region zu erkunden. Aber auch immer mehr Einwohner der Insel Usedom nutzen unser Angebot. Das können wir an den wachsenden Fahrgastzahlen erkennen.

Ein schöner Anreiz ist die KaiserbäderCard, die Kurkarteninhaber seit 2018 berechtigt die UBB-Busse in den Kaiserbädern kostenfrei zu nutzen. Im Rahmen des vom Land MV geförderten Projektvorhabens „Modellregion Insel Usedom und Stadt Wolgast“ wird dies für die gesamte Insel angestrebt. Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit der KaiserbäderCard gemacht?

Seitdem die Kaiserbädercard eingeführt wurde, können wir einen stetigen Zuwachs an Fahrgästen beobachten. Vor allem die Buslinie zwischen den Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin wird sehr frequentiert. Die Busse fahren in den Sommermonaten im 20 Minuten-Takt. Seit zwei Jahren ist Ückeritz ebenfalls in das Netz dieses Kurkartenangebots eingebunden. Die Patienten der Reha-Klinik nutzen die Busse gerne, um Ausflüge in die Kaiserbäder zu unternehmen. Auch ist so der Knotenpunkt Bahnhof Schmollensee zwischen Achterland-Bussen und dem Regionalverkehr der DB-Regio gut zu erreichen. Das Angebot der KaiserbäderCard gilt auch für die UBB-Busse, die bis Freest und Kröslin fahren. Einzige Ausnahme ist die Linie Wolgast – Greifswald. Wir würden es sehr begrüßen, wenn die kostenfreie Nutzung des Busangebots der UBB mit der Kurkarte zukünftig für die gesamte Insel eingeführt würde.

In der Anfangszeit der Corona-Pandemie war die UBB heftig von den Einschränkungen betroffen. Mit welchen Hygieneschutzmaßnahmen sorgt die UBB jetzt dafür, dass der Busbetrieb wieder reibungslos funktionieren kann?

Natürlich setzen wir alle erforderlichen Hygiene-Schutzmaßnahmen bestmöglich um. So werden die Fahrzeuge häufiger gereinigt und desinfiziert und die Fahrgast-Kapazität beschränkt. Die Fahrer tragen medizinische Masken, auch für die Fahrgäste gilt die Maskenpflicht. Wer seine Maske vergessen hat, kann nachträglich beim Fahrer eine Maske erwerben. Außerdem haben wir die Busse wieder mit Scheiben ausgestattet, die den Busfahrer vom Fahrgastraum trennen.

Haben Sie einen Lieblingsort auf der Insel?

Ich mag den Inselnorden sehr. Er ist naturbelassen und viel ruhiger als die Kaiserbäder. Besonders gerne gehe ich zwischen Peenemünde und Karlshagen am Strand spazieren. Oder auch durch den hügeligen Küstenwald hinter den Dünen – der ist etwas Besonderes.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Karina Schulz für usedom.de am 16.11.2021.

Camping erlebt seit einiger Zeit ein Revival und trifft den Puls der Zeit. Camping ist im Trend! Vollkommene Freiheit und zugleich nostalgisch schön mit der Moderne des Jahres 2022 finden Sie auf dem Campingplatz „Ostseeblick“ in Trassenheide vor.

Morgens direkt mit den Füßen im Schnee stehen, die mineralhaltige Ostseeluft einatmen danach als einer der ersten Gäste am breiten Strand spazieren gehen. Das kann Ihr perfekter Start in den Winterurlaubstag sein. Der Campingplatz „Ostseeblick“ befindet sich im familienfreundlichen Ostseebad Trassenheide und hat zwischen Weihnachten bis ins neue Jahr hinein geöffnet. Das Sommercamping schließt sich in der Zeit von April bis Oktober an.

Direkt hinter der Düne im prachtvollen Kiefernwald liegt der Campingplatz „Ostseeblick“. Das heilende Reizklima ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Die Ostsee, deren beruhigendes Rauschen direkt vom Campingplatz aus zu hören ist, steht für ein erfrischendes Winterbad bereit. Für alle die sich davor noch scheuen ist das Badeerlebnis im Frühjahr, Sommer und Herbst ein Highlight. In den Spitzenzeiten können über 20 Grad Wassertemperatur erreicht werden. Das alljährliche Eisbade-Spektakel am Strand ist eines der Winterspecials und lockt Gäste in das Ostseebad Trassenheide.

Natur von seiner schönsten „OstSee“-Seite erleben Sie am fein pudrigen Strand des Ostseebades. Der ausgedehnte Flachwasserbereich ist insbesondere für Familien mit Kindern zum Baden geeignet. Sicherheit steht im sonnenreichsten Ort der Insel Usedom auf oberster Ebene, das zeigt sich unetr anderem durch die Auszeichnung als „Lifeguarded Beach“. Das ist auf der Insel Usedom einzigartig. Neben der Sicherheit finden Sie in Trassenheide hervorragende und stets geprüfte Wasserqualität vor. In Verbindung mit den zahlreichen Umweltaktivitäten ist der Strandabschnitt des Campingplatzes mit dem internationalen Qualitätssymbol „Blaue Flagge“ ausgezeichnet. Trassenheide hat sich der Familienfreundlichkeit verschrieben und erfolgreich die Auszeichnung als „Familienfreundlicher Tourismusort“ erhalten.

Direkt auf dem Campingplatz befinden sich zwei Spielplätze, moderne Sanitärgebäude, ein Service-Center mit Mietkühlfächern und eine vollautomatische Reinigungsstation für Toilettenkassetten. Das 2020 fertiggestellte Sanitärgebäude wartet mit Mitbädern und einem großen Kinderbad auf. Moderne tritt Natur und stets im Sinne mit dem Einklang der Natur. 320 Stellplätze bietet der Campingplatz, davon sind 250 Stück für die mobilen Camper vorgesehen, welche z.B. mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil einen Stellplatz erhalten. Familiäre Atmosphäre hat oberste Priorität. Direkt am Platz befindet sich ein Geschäft für Dinge des täglichen Bedarfs und eine kleine Gaststätte. Ein Fischhändler der frischen Fisch in unterschiedlichsten Variationen vertreibt oder auch das Fischbrötchen anbietet, ist zentral direkt auf dem Campingplatz aufgestellt.

Vom Campingplatz „Ostseeblick“ direkt in das pulsierende Leben bei den zahlreichen touristischen Anbietern in Trassenheide, um die Balance zwischen Erholung und Erleben zu schaffen. Das Ostseebad wartet mit der höchsten Dichte an Kultur auf. Europas größte Schmetterlingsfarm, das Kinderland „Usedom Park“, die Minigolfanlage „Piraten der Ostsee“, das Wildlife Usedom und der Piratenpark Insel Usedom haben Ihre Pforten saisonal und ganzjährig geöffnet.

Ganzjährig werden abwechslungsreiche Veranstaltungen, angefangen vom Eisbade-Spektakel über das Usedomer Tanzfestival mit Stars aus der TV-Show „Let´s dance“ und Silvesterevents, geboten. Führungen mit Naturexperten, Konzerte auf der Konzertmuschelbühne, Kinderanimation und Sportveranstaltungen ergänzen das Angebot. Das Motto ist „Place to be – Erholen und Erleben“. Das Ortsmaskottchen Fiete, ist der kuschlige Ferienfuchs und gibt auch gerne bei der ein oder anderen Veranstaltung Autogramme.

Nur ein paar Minuten direkt vom Campingplatz entfernt befindet sich der Sportstrand des Ostseebades. Die „Surfbox-Usedom“ bietet Surfkurse, SUP und diverse weitere Wassersportangebote an. Bei entspannter Musik kann der Abend beim Sonnenuntergang und in schöner Atmosphäre chillig ausklingen.

Vergnügen Sie sich auch einfach einmal mit der Ruhe, die im Ostseebad Trassenheide vorzufinden ist: Urlaub an – Gedanken aus!

Buchen Sie jetzt Ihre Erholung.

Wellness erleben auf meiner Heimatinsel – das wohl schönste Erlebnis für mich im ganzen Jahr. Wellness bedeutet aber auch für mich, nicht nur tolle Anwendungen genießen zu dürfen, sondern auch die reine Ostseeluft, der weiße endlos lange Strand und das magische Licht, wenn die Sonne auf- und untergeht. Nun hat Usedom einige großartige Wellnesshotels und Kosmetikstudios zu bieten und ein paar davon durfte ich besuchen und mich rundum verwöhnen lassen.

Genau dieses Motto hat das Strandhotel gewählt, weil es genau die Worte sind, die sich die Gastgeber für ihre Gäste wünschen und genau dieses Gefühl wurde auch mir sofort vermittelt. Die stellvertretende Hoteldirektorin Cornelia Siewert hat mich persönlich und herzlich empfangen und mich direkt mich in die Wellnessoase begleitet. In der Umkleidekabine war auch schon eine Wellnesstasche mit Handtüchern, Bademantel und Badeschlappen vorbereitet. Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn tatsächlich kam ich mal wieder völlig unvorbereitet an. Nachdem ich mich umgezogen habe, hat mich meine Masseurin Violetta direkt empfangen – eine ganz bezaubernde Frau. Ich habe mich sofort wohl gefühlt! Violetta hat mir sogleich die Behandlungsräume gezeigt und alles sehr detailliert erklärt. Verwöhnt wurde ich mit einem Fango-Trio. Ich wurde also mit einer Fango-Packung ganz behutsam eingecremt, Violetta hat sich immer sehr um mein Wohl gekümmert. Anschließend wurde ich wie ein Baby auf der Fango-Liege eingewickelt. Die Verpackung wurde langsam mit 35 Grad warmen Wasser gefüllt und du schwebst 20 Minuten wie auf Wolke sieben. Wie ein Baby schaukelte ich langsam wie in einer Wiege und ich konnte dabei völlig abschalten und entspannen. Wie ein Baby habe ich mich aber auch benommen, als Violetta mich wieder langsam und behutsam aus der Verpackung holte. NEIN! Ich möchte gern den ganzen Tag hier liegen bleiben! Doch Violetta erklärte mir, dass dies dann therapeutisch keinen Sinn machen würde. Überredet. Mich erwartete nach der Packung aber auch noch eine großartige Massage. Endlich mal wieder eine mit Druck und nicht eine dieser Streichelmassagen. Das hat mir sehr gut getan. Anschließend ließ Violetta mir noch ein Bad ein. Mit Bad meine ich eine Whirlpoolwanne mit Lichttherapie und 200 Massagedrüsen. Auch diese Massage oder viel mehr die Drüsen machten ordentlich Ballett. Kurz habe ich mich gefühlt, wie auf einer Flughafenlandebahn. Es ist anfangs ziemlich laut. Das Wasser war jedoch angenehm warm, wechselte immer wieder das Licht und ich ließ meinen ganzen Körper ordentlich von den Massagedrüsen bearbeiten. Ein wunderbares Trio, welches ich echt nur empfehlen kann.

Nun sollte mich aber noch ein weiteres Highlight erwarten. Violetta fuhr mit mir in die oberste Etage, in die Panorama-Etage, um genauer zu sein. Dort befindet sich ein rundum verglaster Ruheraum mit Terrasse und direktem Blick auf die Ostsee sowie eine Panorama-Sauna. An der Teestation bereitete ich mir einen Wellnesstee zu, kuschelte mich sogleich auf eine Liege in eine dieser flauschigen Decken und genoss einfach nur diese traumhafte Aussicht auf das Meer. Me(e)hr Wellness geht nicht! Hier passt dies Zitat wohl am besten. Nachdem ich wieder zu mir gekommen bin, machte ich mich auf den Weg nach unten zum Bademantelgang. Am Fitnessraum vorbei gelangte ich zum Sole-Außenpool. Dieser Pool, mit zweiprozentiger Heringsdorfer Sole, ist wohl warm mit 30 Grad temperiert und lädt durchgehend das ganze Jahr zum Badevergnügen ein. Die Heringsdorfer Jodsole wird aus einer Tiefe von 408 Metern gefördert, hat einen Salzgehalt von ca. 4% und wird somit als mittelstarke Sole klassifiziert. Diese Sole wirkt gegen Erkrankungen der Haut, des Stütz- und Bewegungsapparates, Herz-Kreislauf, Magen-Darm, Atemwege, Psychosomatische Erkrankungen und Schlafstörungen, Kinderkrankheiten und Gynäkologische Erkrankungen. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal für das Strandhotel Heringsdorf. Ankommen, Durchatmen, Wohlfühlen – eine kurze und sehr treffende Beschreibung für dieses traditionsreiche Haus der Familie Dr. Molik im Kaiserbad Heringsdorf. Hier war ich ganz bestimmt nicht das letzte Mal.

Bleiben wir noch einen Moment in den Kaiserbädern. Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin haben eine Vielzahl an großartigen Wellnesshotels zu bieten. Für mich war die Wahl für das Kaiser Spa Hotel zur Post enorm wichtig, weil ich auch unbedingt die Top 10 Spa Managerin des Jahres 2020 Mandy Pagel kennenlernen wollte. Mandy ist eine staatlich anerkannte und geprüfte Kosmetikerin, Masseurin, Visagistin und Ausbilderin. Und das ist noch lange nicht genug. Sie ist General Spa Managerin von nicht nur einem Hotel, sondern sogar von drei Häusern der Rovell Hotels. Zwei davon liegen in Bansin und eines aber auch im Allgäu, welches sie mindestens einmal im Monat besucht und nach dem Rechten schaut. Eine Menge Arbeit, aber auch großartige Aufgabe für Mandy, die dabei immer noch zauberhaft aussieht. Eine Spa Managerin aus Leidenschaft und voller Hingabe – so habe ich Mandy tatsächlich kennengelernt. Der Wellnessbereich im Kaiser Spa Hotel zur Post ist ziemlich groß, es gibt sehr viele unterschiedliche Behandlungsräume, ein großes Schwimmbad mit Außenpool und sogar einer Cocktailbar im Außenbereich. Diese ist zwar nur in den warmen Monaten geöffnet, der Außenpool jedoch ganzjährig. Dann stehen hier im Garten auch viele Sonnenliegen und du kannst dem Trubel am Strand entfliehen und einfach nur das Leben genießen. Zwischen dem Schwimmbad und Saunabereich gibt es weitere kleinere Ruheräume, was ich echt toll finde, denn so kannst du dich auch ein wenig zurückziehen, dich auf den großen Liegen in deinen Bademantel kuscheln und einfach mal abschalten. Und genau das habe ich gemacht, denn zuvor wurde ich mit einer grandiosen Thai Massage verwöhnt. Nun ja, verwöhnt ist eigentlich der falsche Ausdruck, denn hier geht es echt zur Sache. Die thailändische Masseurin mit dem Namen Nicki hat mich komplett auseinander genommen. Es wurde gedrückt, gezogen und gedehnt – ein schönes Gefühl, wenn der Schmerz dann nachlässt. Nach dieser Behandlung habe ich mich tatsächlich gefühlt, wie neu geboren! Anschließend durfte ich dann im Floatingbad komplett abschalten und mich einfach nur treiben lassen. Eine echt gute Kombi. Wieder schwebte ich auf Wolke sieben, zu harmonisierenden Klängen und beruhigendem Farbenspiel im 35 Grad warmen Solebad. Der Zustand von Schwerelosigkeit und Tiefentspannung in diesem Salzwasserschwebebad war für mich zunächst sehr ungewohnt, aber nach ein paar Minuten habe ich es wirklich sehr genossen. Überhaupt habe ich mich sehr wohl und willkommen gefühlt, so dass ich den Kaiser Spa unbedingt nochmals besuchen muss, denn mich hat außerdem auch der Private Spa sehr beeindruckt. Eine exklusive Wohlfühloase in ganz privater Atmosphäre mit Whirlpoolwanne, Finnischer Sauna, Dampfbad, Pflegeprodukten und einer Flasche Champagner und Knabbereien – zwei Stunden nur für dich und deinem Partner oder Partnerin oder mit deinem besten Freund oder deiner besten Freundin! Eigentlich auch ein tolles Weihnachtsgeschenk, oder?

Von den Kaiserbädern aus geht es nun direkt in das schöne Hinterland der Insel Usedom! Und zwar in das kleine verträumte Dörfchen Balm. Für mich die schönste Gegend für Wellness. Ruhe. Idylle. Entspannung. Charmant eingebettet in die geschützte Naturlandschaft des Achterwassers liegt das Balmer See Hotel in einem der schönsten Buchten der Insel Usedom. Schon der Weg durch die kleinen engen Straßen vorbei an reetgedeckten Häusern entspannt mich bereits total. Die Spa Managerin Jaqueline Baumann erwartet mich schon und wir erkunden zusammen den Spa Balmer Seele. Total begeistert war ich von dem Schwimmbad mit Außenteich. Ja, du liest richtig, nicht Außenpool, sondern Außenteich mit einem herrlichen Blick auf den Balmer See. Genutzt habe ich diesen zwar nicht, das war mir dann zu dieser Jahreszeit doch etwas frisch. Dann lieber ab in die Sauna! Mit einer finnischen Trockensauna, einer Softsauna, zwei Dampfsaunen sowie der Infrarotsauna findet wohl jeder seine passende Umgebungstemperatur. Eine besondere Form der Abkühlung bietet hier die Eisgrotte, in der du ein erfrischendes Peeling für die Haut erleben kannst. Der Ruheraum ist auch hier wieder kein gewöhnlicher Ruheraum, sondern ein Salzruheraum – nicht nur perfekt zum Entspannen, sondern auch gut für deine Gesundheit. Was ich bisher auch nicht kannte, ist diese einzigartige Schwebeliege von Wavebalance, auf der du ausgewählte Massage-Rituale in einer völlig neuen Dimension erleben kannst. Die Umgebung des Raumes wurde sehr sorgsam in der Art gestaltet, dass du auch mental bestens Abschalten kannst. Für mich wieder ein ganz magischer Ort. Jetzt kommen wir aber zu meinem absolutem Highlight! Der Asia-Pavillon! Einmal Asien und zurück, ganz ohne Zeitverschiebung, das gibt es wohl nur in Balm! In der deutschlandweiten Welt der SPA's ist der Asia Pavillon nämlich einmalig. Freddy, der übrigens aus Sri Lanka stammt, empfängt mich schon vor seinem Palast. Zusammen schreiten wir durch das Sonnentor und verlassen die Insel Usedom. Der Zen Garten begleitet uns auf dem Weg in den Asia Pavillon und stimmt mich schon jetzt auf meine Zeit voller Ruhe und Entspannung ein. Beim Betreten des Asia Pavillons empfängt mich der Duft von Kirsch- und Zedernholz und ich spüre sofort, dass ich angekommen bin. Hausschuhe standen selbstverständlich auch schon für mich bereit. Nun erwartet mich eine völlig andere ayurvedische Massage, als ich bisher schon kannte. Freddy hat nicht nur eine ganz bestimmte Massagetechnik, sondern passt sich den Verspannungen jeden Körpers an und du kannst diese Energie sofort spüren. Ich hatte wirklich das Gefühl, ich liege am Strand von Sri Lanka und konnte komplett entspannen. Das fällt mir nicht immer leicht. Nach dieser grandiosen Massage durfte ich Platz auf einer Liege mit direktem Blick auf den Balmer See nehmen. Freddy brachte mir einen Tee und erzählte mir ein paar Anekdoten aus seinem Leben. Ein sehr weiser Mann – er ist Buddhist - und ich merkte sofort, wie ich mich bei jeder Geschichte selbst reflektierte. Gute Gespräche gehören meiner Meinung nach auch zu einer richtig guten Wellnesstherapie. Freddy nahm sich außerdem die Zeit und zeigte mir alle Räume im Asia Pavillon und erklärte mir alles ganz genau. Es gibt sogar einen Yogaraum – ein spannendes Thema für mich, denn leider habe ich mein Yoga ganz schön schleifen lassen. Wobei Freddy mit hauptsächlich Balance-Übungen zeigte, bei denen du echt in dich gehen musst, um deine Konzentration zu finden und deine Balance zu halten. Gleich nebenan geht es schon wieder ganz anders zur Sache! Ein großer heller Raum, mit großen Massageliegen, die fast schon ebenerdig sind und darüber sind Stangen montiert. Auch hier im Asia Pavillon werden nämlich Thai Massagen durchgeführt, mit Händen und Füßen. Im nächsten Raum steht eine große runde Holzwanne. Eine original Nussholzwanne mit einem unvergleichbaren Blick auf den Balmer See. Tatsächlich auch für Paare geeignet, was ich ziemlich romantisch finde. Gleich nebenan steht übrigens auch noch eine kleine Sauna aus Holz. Hier setzt du dich einfach rein und nur dein Kopf schaut noch raus – natürlich wieder mit einem atemberaubenden Blick auf den Balmer See. Kräuter werden in heißem Wasser gekocht und fließen direkt in diese Holzsauna, bis es dampft. Sowas habe ich auch noch nicht gesehen. Für mich ist dieser Ort einfach nur ein wahres Erlebnis und ein purer Genuss, was ich unbedingt und immer wieder erleben muss. Danke Freddy, für diesen wunderschönen Vormittag.

Kommen wir zurück in die Inselmitte und diesmal geht es auch nicht in ein großes Hotel, sondern in kleines Kosmetikstudio mit Boutique. Etwas versteckt in Ückeritz findest du die kleine Oase in der Strandstraße 12 Richtung Zeltplatz. Schon der Empfang ist so herzlich und du fühlst dich sofort geborgen. Nancy ist ziemlich verrückt und dabei so liebenswert. Ich mag Menschen, die authentisch sind und sich mit Leidenschaft ihrer Arbeit widmen. Nancy war nämlich tatsächlich so verrückt und hat sich während des Lockdowns einfach selbstständig gemacht und es hat sich definitiv gelohnt! Da hat Homeoffice gleich eine ganz andere Bedeutung. Zusammen mit ihrem Mann Jan Haseloff, der für den kompletten Umbau und der Renovierung verantwortlich ist, hat sie sich einen kleinen magischen Ort geschaffen, mit Kosmetik für Gesicht und Füße sowie einem kleinen Shopping-Paradies. Alles ist sehr hochwertig eingerichtet und ich muss mich direkt überall umschauen und stöbern. Nun geht´s aber los! Nancy verwöhnt mich mit einer Detox-Gesichtsbehandlung - Wellness für die Haut mit hochwertigen Produkten, welche hauptsächlich aufgetragen und einmassiert werden. Dabei liege ich auf einer großen Wellnessliege, eingekuschelt in einer flauschigen Decke und fühle mich sofort pudelwohl. Nancy erklärt dir gern jeden Schritt und welche Produkte sie dabei verwendet, wenn du es möchtest. Du kannst aber auch einfach nur die Augen schließen und komplett entspannen. Die wohltuende Wellnessmusik im Hintergrund erleichtert dir auch das Einschlafen und die Kopf- und Nackenmassage tut unglaublich gut. Nancy empfiehlt mir zusätzlich eine Maske zum Aufsetzen inklusive Lichttherapie, welches das Hautbild beim regelmäßigen Anwenden verbessern soll. Du solltest aber nicht unter Platzangst leiden, denn diese ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig und man sieht aus, wie ein Außerirdischer, aber eine echt total geniale Erfindung. Auch diese Art von Kosmetik war mir bisher nicht bekannt und ich bin noch immer total begeistert. Anschließend habe ich mir auch noch eine Fußpflege gegönnt, im Massagestuhl versteht sich, eine hochkomfortable Wellness-Pediküre inklusive Peeling, Hornhaut-Entfernung, Nagelpflege und Massage. Weitere Termine sind bereits gemacht. Meine absolute Herzensempfehlung.

Nun erleichtert die aktuelle 2G+ Regel es einem nicht wirklich, Wellnesstermine auszumachen, aber wir sollten diese Regel einfach als zusätzliche Sicherheit ansehen und nicht als Hindernis. Es kommen ganz bestimmt auch wieder bessere Zeiten. Überhaupt sollte es, wenn du zum Beispiel kein Hotelgast bist, keine Barriere sein, dir auch mal einen Day Spa in den Hotels auf Usedom zu gönnen. Es gibt so viele tolle Angebote, die einfach und unbedingt auch von dir genutzt werden sollten! In diesem Sinne wünsche ich dir eine tolle Winterzeit und sende viele liebe Adventsgrüße.

Mein vollständiger Name ist Marika Borowski, ich bin 38 Jahre jung und komme gebürtig vom Festland aus dem Lassaner Winkel. Vom Lassaner Hafen aus hatte ich schon immer freie Sicht auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz und war somit meiner Wahlheimat Usedom schon immer sehr nahe verbunden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern mit mir zum Strand nach Trassenheide oder zum Zelten auf den Gnitz gefahren sind oder wir unsere Verwandten in der Stadt Usedom besucht haben. Für mich war es immer ein tolles Ereignis, meinen Schulfreunden zu erzählen, dass ich Verwandte habe, die auf einer Insel leben. Nun lebe ich selbst bereits seit über 20 Jahren auf Usedom und darf mich schon als ein kleines Inselkind bezeichnen. Ich habe hier den Beruf zunächst zur Hotelfachfrau und anschließend zur Hotelkauffrau erlernt und diesen zu meiner Berufung gemacht. Um unseren Usedom-Besuchern viel mehr über die Insel berichten zu können, habe ich mich selbst auf Entdeckungstour begeben und halte seit gut zwei Jahren alle meine Erlebnisse und Entdeckungen auf der Insel Usedom in meinem Blog fest:

Es gibt so viel für Groß und Klein auf unserem Eiland zu entdecken! Und damit meine ich keine kunterbunten Hüpfburgen und Parks mit ausgestopften Tieren oder einen völlig überfüllten Freizeitpark. Zum Glück durfte ich auch viele Familien in der Ferienzeit Pilze sammeln sehen oder beim Drachensteigen zuschauen. Einfach die Natur auf Usedom genießen und das Kind ein Kind sein lassen. Hier kommen mir direkt Kindheitserinnerungen hoch und damit komme ich doch direkt zu meiner Lieblingsaktivität meiner Kindheit:

Das größte und spektakulärste Familienfest im Herbst ist tatsächlich das Drachenfest in Karlshagen. Viel Wind, breite Strände – ein echter Spaß für die gesamte Familie! Auch ich bin jedes Jahr absolut begeistert und dabei bin ich mittlerweile nur noch Zuschauer. Doch irgendwie ist man dem weiten Himmel über der Ostsee beim Drachensteigen schon ein ganzes Stückchen näher, wenn man den ganzen Bunten Gestalten beim Tanzen durch die Lüfte zuschaut. Das belebt die Sinne und macht herrlich zufrieden!

Nicht nur kunterbunte Exemplare am Himmel, sondern auch „echte“ am Strand und auf der Konzertmuschel waren Anfang Oktober in Karlshagen und auf der ganzen Insel unterwegs. Groß und Klein konnten sich beim Drachenfestival in Karlshagen auf eine echte Drachenbegegnung im Kerker freuen, das Ei des Drachens aus einem Labyrinth retten, Bälle im Drachenmaul platzieren, sich mit dem feuerspeienden Drachen fotografieren und natürlich viele Drachen steigen lassen. Wer keinen eigenen Himmelsgleiter dabei hatte, konnte diesen sogar direkt vor Ort erwerben. Viele fleißige Hände wurden außerdem beim Bau der längsten Drachen-Sandschlange der Ostsee benötigt, die beim letzten Drachenfestival schon gute 180 Meter lang war. Jeder, der im Sand mit anpackt, erhält sogar eine Urkunde!

Beim Drachen-Sandfigurenwettbewerb entstanden wieder kuriose, gruselige, aber auch niedliche Drachenformationen am Ostseestrand. "Natürliches" aller Art durfte dabei verbaut werden und es folgte anschließend natürlich auch eine Siegerehrung und damit die Vergabe der "Drakis". Außerdem konnte sich um den Titel des schönsten Drachens der Lüfte beworben werden, der ebenfalls mit dem „Draki“, dem Usedomer Drachen-Oskar, prämiert wurde. Bewertet wurden aber ausschließlich selbst gebasteltes. Und es warten immer ganz tolle Preise auf die Gewinner! Mitmachen lohnt sich auch im nächsten Jahr – also unbedingt vormerken!

Viel versprochen habe ich mir eigentlich nicht davon, aber ich wurde tatsächlich eines Besseren belehrt. Mir kamen Besucher entgegen, die schon zum Zweiten Mal den Lichtzauberwald besuchten und auch in diesem Jahr wieder total begeistert waren. Es ist auch wirklich eine ganz spannende Abwechslung. Überall leuchtet es in allen Farben und es wirkt richtig mystisch, wenn sich der Nebel auf den Boden legt. Die Lasertechnik bzw. die Lasershow, untermalt mit richtig guter Musik, beamen dich in eine völlig andere Welt. Ich war echt komplett beeindruckt. Außerdem kannst du deine Geschicklichkeit beim Durchqueren des Laserlabyrinths erweisen. Ich habe hier aber total versagt... Als i-Tüpfelchen werden auf einer großen Leinwand DDR-Kurzfilmklassiker gezeigt, die die Zuschauer in die Vergangenheit mitnehmen – das Highlight für meinen Vater! Der saß den ganzen Abend dort und war gar nicht mehr wegzubekommen. Ich sage ja, eine völlig andere Welt und ein ganz tolles Erlebnis für die ganze Familie.

Schon seit Saisonbeginn fieberte ich der Eröffnung entgegen und war mit einer der ersten Besucher! Im Juni war es dann endlich soweit! Hinter dem Bahnhof Heringsdorf schlängelt sich nun der Usedomer Baumwipfelpfad durch hohe Buchen und Kiefern. Hier kannst du die Insel auch mal aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen und einzigartige Ausblicke genießen. Du erlebst einen atemberaubenden Ausblick auf die gesamte Ostsee, auf die Seebrücken der Kaiserbäder bis zur polnischen Seite oder sogar bis hin zum Gothensee über die Baumkronen hinaus.

Auf Höhe der Baumkronen führt der Baumwipfelpfad auf einer Gesamtlänge von 1.350 Metern durch den Heringsdorfer Wald. In bis zu 23 Metern Höhe spazierst du durch den inseltypischen Buchen- und Kiefernbestand – vorbei an zahlreichen Lern- und Erlebnisstationen – total ideal auch für unsere kleinen Ostseezwerge. Der Pfad und der Aussichtsturm sind barrierearm und familienfreundlich. Die maximale Steigung beträgt 6%. Die Auffahrt mit Kinderwagen oder Rollstuhl ist also völlig problemlos möglich. Nur Hunde dürfen nicht mitgenommen werden. Klingt zunächst sehr Hundeunfreundlich, ist es aber nicht. Zum einen kannst du deinen Vierbeiner in einer schattigen Hundebox verweilen lassen, zum anderen gibt es auch Menschen, die Angst vor Hunde haben und auf dem Pfad nicht ausweichen können. Und! Auch Hunde können Höhenangst haben!

Wer den Baumwipfelpfad noch nicht besucht hat, erhält hier meine klare Empfehlung. Ich war schon zweimal dort und könnte jeden Tag dort spazieren gehen und einfach nur diese grandiose Aussicht genießen.

Ich muss gestehen, dass ich schon bestimmt zehn Jahre nicht mehr hier war und ebenso feststellen, dass sich seitdem auch nicht wirklich viel getan hat. Spannend und erlebnisreich ist es dennoch, keine Frage – oder doch:

Kann man Töne sehen? Oder mit nur einer Hand ein Auto hochheben? Man kann! Ich kann! Es ist ebenso möglich, eine Kerze mit einem Paukenschlag auszulöschen und über selbstgebaute Brücken zu gehen. Diese und weit über 200 naturwissenschaftliche oder physikalische Phänomene muss du nämlich anfassen, um sie zu begreifen oder einsteigen, um sie zu verstehen. Die Phänomenta in Peenemünde ist ein einziger naturwissenschaftlicher Spielplatz und gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die für einen Familienausflug bei jedem Wetter perfekt sind. Lasse dich von deine Sinnen täuschen und von diesem Ausflugsziel auf Usedom faszinieren.

Überall auf der Insel gibt es Abenteuerspielplätze und in Trassenheide sogar einen richtigen "Usedom-Park" für die Lütten.

Besucht auch unbedingt die Schmetterlingsfarm in Trassenheide und das Haus „Die Welt steht Kopf“ sowie das Spielzeugmuseum und das U-Boot in Peenemünde. Die Spielplätze im Norden der Insel gehören seit langem zu den beliebtesten Ausflugszielen Usedoms – ideal für jeden Familienausflug.

Ich bin zwar schon zu groß dafür, aber euch wünsche eine ganze Menge Spaß!

Mein vollständiger Name ist Marika Borowski, ich bin 38 Jahre jung und komme gebürtig vom Festland aus dem Lassaner Winkel. Vom Lassaner Hafen aus hatte ich schon immer freie Sicht auf den Lieper Winkel und auf die Halbinsel Gnitz und war somit meiner Wahlheimat Usedom schon immer sehr nahe verbunden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Eltern mit mir zum Strand nach Trassenheide oder zum Zelten auf den Gnitz gefahren sind oder wir unsere Verwandten in der Stadt Usedom besucht haben. Für mich war es immer ein tolles Ereignis, meinen Schulfreunden zu erzählen, dass ich Verwandte habe, die auf einer Insel leben. Nun lebe ich selbst bereits seit über 20 Jahren auf Usedom und darf mich schon als ein kleines Inselkind bezeichnen. Ich habe hier den Beruf zunächst zur Hotelfachfrau und anschließend zur Hotelkauffrau erlernt und diesen zu meiner Berufung gemacht. Um unseren Usedom-Besuchern viel mehr über die Insel berichten zu können, habe ich mich selbst auf Entdeckungstour begeben und halte seit gut zwei Jahren alle meine Erlebnisse und Entdeckungen auf der Insel Usedom in meinem Blog fest: